Der Rüstungselektronikkonzern Hensoldt verliert seinen Personalchef. Lars Immisch, seit Oktober 2022 im Vorstand, legt sein Amt zum Jahreswechsel aus gesundheitlichen Gründen nieder. Das Unternehmen bestätigte den Schritt am Donnerstag und kündigte an, dass die Nachfolgeregelung bereits stehe und Anfang 2026 greifen solle.
Der Abgang trifft einen sensiblen Bereich
Immisch verantwortete die gesamte Personalstrategie in einer Phase, in der Hensoldt massiv wächst, neue Standorte aufbaut und für die Projekte der Zeitenwende hunderte Fachkräfte benötigt. Sein Ausscheiden zwingt das Unternehmen, mitten im Expansionsprozess die Führungsstruktur im Personalbereich neu zu ordnen.
Der Markt reagiert sofort
Die Aktie gab am Nachmittag im Xetra-Handel nach. Zwischenzeitlich notierte das Papier bei rund 68,90 Euro – ein Minus von gut einem Prozent zum Vortag. Der Rückgang fiel moderat aus, zeigt aber: Personalfragen im Vorstand haben bei Hensoldt unmittelbare Relevanz für die Investoren, weil sie die Umsetzung der Wachstumspläne beeinflussen können.
Hensoldt versucht, Stabilität zu signalisieren
Details zur Nachfolge will der Konzern erst im neuen Jahr nennen. Die frühzeitige Kommunikation deutet jedoch darauf hin, dass das Unternehmen eine reibungslose Übergabe sicherstellen will. Für Hensoldt ist das zentral: Der Konzern befindet sich in einem historisch starken Marktumfeld, steht aber gleichzeitig unter hohem Druck, Projekte termingerecht zu liefern und die eigene Organisation zu skalieren.
Der Abschied von Immisch ist daher mehr als eine Personalie – er ist ein Test für die strukturelle Belastbarkeit eines Unternehmens, das zuletzt stark gewachsen ist.

