19. Januar, 2026

Wirtschaft

Henkel erwägt möglichen Erwerb: Verhandlungen mit Stahl Holdings im Gange

Der Düsseldorfer Konsumgüterkonzern Henkel hat gegenwärtig Verhandlungen über die mögliche Übernahme von Stahl Holdings aufgenommen. Dieses niederländische Unternehmen ist ein etablierter Spezialist im Bereich der Beschichtungs- und Oberflächenbehandlungstechnologien. Am Montagabend bestätigte Henkel offiziell, dass Gespräche mit Wendel, dem französischen Hauptanteilseigner von Stahl Holdings, im Gange sind.

Bereits Ende November letzten Jahres berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg über den Beginn der Verkaufsverhandlungen. Demnach könnte Stahl Holdings mit bis zu zwei Milliarden Euro bepreist werden, was auf die hohe Wertschätzung des Unternehmens im Markt hinweist. Auch wenn die Gespräche bereits in fortgeschrittenem Stadium sind, bleibt der Ausgang der Verhandlungen noch ungewiss. Eine erfolgreiche Übernahme hängt von der Zustimmung verschiedener interner Gremien innerhalb von Henkel ab. Zudem müssen die entsprechenden Wettbewerbsgenehmigungen von den Kartellbehörden eingeholt werden, um die Transaktion wirksam abschließen zu können. Diese Regularien sind entscheidend, um marktverzerrende Effekte auszuschließen und für einen fairen Wettbewerb zu sorgen.

Die Ankündigung der Verhandlungen hatte bislang nur einen geringen Einfluss auf die Henkel-Vorzugsaktie. Nach der Bekanntgabe kam es auf der Handelsplattform Tradegate lediglich zu einem geringfügigen Rückgang im nachbörslichen Handel. Dies deutet darauf hin, dass die Investoren die Aussicht auf die Übernahme derzeit abwarten. Langfristig könnte dieser strategische Kauf Henkel jedoch in die Lage versetzen, seine Marktposition im Bereich der Spezialchemikalien weiter zu stärken und ein breiteres Portfolio anzubieten.