Die Haushaltskrise sorgt für große Verunsicherung bei deutschen Unternehmen. DIHK-Präsident Peter Adrian warnt vor den strukturellen Herausforderungen, mit denen die Wirtschaft aktuell konfrontiert ist. Besonders hohe Energiekosten stellen bereits jetzt eine große Belastung dar. Adrian appelliert an die Bundesregierung, einen Neuanfang zu wagen und langfristige Perspektiven für die Unternehmen zu schaffen. Es müsse dringend mehr Anreize für Investitionen geben. Das Bundesverfassungsgericht hat kürzlich die Umwidmung von 60 Milliarden Euro im Haushalt 2021 für nichtig erklärt. Ursprünglich als Corona-Kredit bewilligt, sollte das Geld nun für den Klimaschutz und die Modernisierung der Wirtschaft eingesetzt werden. Diese Entscheidung hat zur Folge, dass weitere Milliardensummen für zukunftsweisende Projekte gefährdet sind. Die Bundesregierung sucht nun nach Auswegen aus der Haushaltskrise. In einer Resolution der DIHK-Vollversammlung wird die prekäre Lage der deutschen Wirtschaft betont. Einige Branchen kämpfen bereits mit krisenhaften Entwicklungen, wobei die strukturellen Herausforderungen durch schlechte konjunkturelle Vorgaben noch verstärkt werden. Der Standort Deutschland verliert an Attraktivität, was sich sowohl in ausbleibenden Investitionen als auch in negativen Konjunkturerwartungen zeigt.
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Haushaltskrise verunsichert Unternehmen - DIHK fordert Neuanfang