Der Online-Lieferdienst Grubhub hat eine Einigung mit der US-amerikanischen Federal Trade Commission sowie dem Generalstaatsanwalt von Illinois, Kwame Raoul, erzielt. Hintergrund der Einigung sind Vorwürfe, wonach das Unternehmen Kunden über die Gebühren bei Bestellungen in die Irre geführt, Restaurants ohne deren Zustimmung auf seine Plattform aufgenommen und Fahrer über ihre potenziellen Verdienstmöglichkeiten getäuscht haben soll. Im Rahmen der Einigung verpflichtet sich Grubhub, die beanstandeten Praktiken einzustellen und eine Strafzahlung von 25 Millionen Dollar zu leisten. Ursprünglich hatten die Behörden sogar 140 Millionen Dollar angestrebt, reduzierten jedoch den Betrag angesichts der finanziellen Situation von Grubhub. Sollte sich herausstellen, dass das Unternehmen seine finanzielle Lage unzutreffend dargestellt hat, wird die volle Strafsumme fällig. Ein zentrales Anliegen der Klage waren versteckte Gebühren, die erst am Ende des Bestellvorgangs sichtbar wurden, sowie falsche Versprechungen an Abonnenten des Grubhub+ Dienstes, keine Gebühren zahlen zu müssen. Zudem wurden Kunden davon abgehalten, ihre Guthabenkarten vollständig einzulösen. Fahrer wurden mit Versprechungen von bis zu 26 Dollar pro Stunde gelockt, eine Realität, die lediglich für die besten zwei Prozent der Fahrer galt. Zudem führte die nicht abgestimmte Aufnahme von Restaurants auf die Plattform zu Verzögerungen bei Bestellungen und Beschwerden seitens der Kunden. Diese Geschäftspraktiken wurden sowohl als Verstöße gegen Bundes- als auch gegen Landesgesetze angesehen.
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Grubhub einigt sich auf Vergleich: Verzerrte Darstellung führt zu Millionenstrafe