07. Januar, 2026

Politik

Grönlands Premierminister Nielsen appelliert zur Besonnenheit.

Die jüngsten Äußerungen des amtierenden US-Präsidenten Donald Trump in Bezug auf Grönland haben unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen und international für Gesprächsstoff gesorgt. Der grönländische Ministerpräsident Jens Frederik Nielsen hat seine Mitbürger dazu aufgerufen, Ruhe zu bewahren und die amerikanischen Ansprüche mit Gelassenheit zu betrachten. Während einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Nuuk betonte Nielsen, dass die geopolitische Lage Grönlands nicht mit jener Venezuelas vergleichbar sei, und warnte davor, vorschnelle Schlüsse zu ziehen.

Präsident Trump hatte kürzlich in einem offiziellen Statement hervorgehoben, dass Grönland für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten von großem strategischem Interesse sei. Diese Aussagen haben Besorgnis unter der grönländischen Bevölkerung ausgelöst und Fragen über die Zukunft der Insel aufgeworfen. Ministerpräsident Nielsen bemühte sich jedoch darum, die Bevölkerung zu beruhigen und schlug vor, die Kommunikation mit den USA direkt und auf diplomatischem Wege zu führen, statt sich auf spekulative Medienberichte zu verlassen.

Nielsen erinnerte daran, dass Grönland in der Vergangenheit eine konstruktive Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten gepflegt hat und es keine Anzeichen für eine abrupt erfolgende Annexion gäbe. Die grönländische Regierung ist offen für Dialoge mit den USA, betont jedoch, dass diese Gespräche im Geiste des Friedens und unter Berücksichtigung internationaler Abkommen stattfinden sollten. Der Ministerpräsident unterstrich die Bedeutung des Zusammenhalts, sowohl innerhalb der grönländischen Gesellschaft als auch in den Beziehungen zu internationalen Partnern, um in ungewissen Zeiten Stabilität zu gewährleisten.