Der Preis für Gold ist in der Nacht zum Montag auf ein Rekordhoch von 2135 US-Dollar gestiegen. Dies ist vor allem durch die Aussicht auf einen Zinsgipfel in den USA seit Oktober bedingt. Es besteht sogar die Hoffnung, dass in den nächsten Monaten eine erste Leitzinssenkung durch die US-Notenbank Fed erfolgen könnte, falls die Inflation weiterhin nachlässt.
Am Montagmorgen kostete eine Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) noch 2087 Dollar (1918 Euro), was einem Anstieg von 0,74 Prozent gegenüber dem Freitag entspricht. Diese Entwicklung wurde auch durch eine Rede von US-Notenbankchef Jerome Powell am Freitag unterstützt. Obwohl Powell betonte, dass die Notenbank bereit sei, den Zinssatz gegebenenfalls weiter zu erhöhen, erklärte er auch, dass die Geldpolitik schon recht restriktiv sei.
Im Hinblick auf die Geldpolitik der Fed spielen die Arbeitsmarktdaten der USA eine große Rolle. Diese dienen als Indikator für die Stärke der Wirtschaft sowie den Inflationsdruck. Daher wird der kommende Freitag besonders wichtig sein, denn dann werden neue Arbeitsmarktdaten veröffentlicht.
Die Erwartung perspektivisch sinkender Leitzinsen macht Gold für Anleger attraktiver. Im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren generiert Gold keine laufenden Erträge. Doch mit fallenden Zinserwartungen wird dieser Nachteil kleiner und Gold gewinnt unter Anlagegesichtspunkten an Attraktivität.