15. Januar, 2026

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Goldpreis auf Rekordhoch: DZ Bank prognostiziert weiteres Wachstumspotenzial

In einer aktuellen Analyse erwartet die DZ Bank, dass der jüngste Anstieg des Goldpreises, der bereits zu neuen Höchstständen geführt hat, lediglich der Beginn einer umfassenderen Aufwärtsbewegung darstellt. Das genossenschaftliche Zentralinstitut prognostiziert, dass der Preis für das wertvolle Edelmetall bis zum Jahresende zum ersten Mal in seiner Geschichte die Marke von 5.000 US-Dollar pro Feinunze überschreiten könnte. Die zugrunde liegenden Faktoren, die diese Entwicklung begünstigen, sind laut Studie weiterhin stabil und stark.

Bereits zur Mitte der Woche verzeichnete der Goldpreis einen Rekordwert von etwa 4.643 US-Dollar, was einem Anstieg von sieben Prozent seit Jahresbeginn entspricht. Diese dynamische Entwicklung hat die DZ Bank dazu veranlasst, ihre langfristigen Prognosen zu überarbeiten. Es wird nun erwartet, dass der Goldpreis bis Ende dieses Jahres auf 5.000 US-Dollar ansteigen könnte. Die kurzfristigen Aussichten bleiben ebenso positiv: Innerhalb der kommenden drei Monate könnte der Preis ebenfalls die Marke von 4.600 US-Dollar erreichen.

Ein entscheidender Treiber für die verstärkte Nachfrage nach Gold ist die Aussicht auf sinkende Leitzinsen in den USA. Diese Entwicklungen, gepaart mit zunehmendem Misstrauen gegenüber dem US-Dollar, das durch politische Spannungen und die Angriffe von US-Präsident Donald Trump auf die Unabhängigkeit der Federal Reserve weiter angefacht wird, verleihen der Goldnachfrage zusätzlichen Auftrieb. Analyst Thomas Kulp von der DZ Bank hebt hervor, dass das geschwächte Vertrauen in die Federal Reserve derzeit eine größere Bedeutung hat als die US-amerikanische Geldpolitik selbst.

Zusätzlich sorgen geopolitische Spannungen weltweit für eine gesteigerte Attraktivität des Goldes als sichere Investition. Insbesondere die jüngsten Ereignisse im Iran haben Befürchtungen über eine potenzielle Eskalation im Persischen Golf geweckt, was den Goldpreis weiter angetrieben hat. Darüber hinaus bleiben die Zentralbanken auf globaler Ebene bedeutende Akteure auf dem Goldmarkt. Viele dieser Institutionen, vor allem die chinesische Zentralbank, haben ihre Goldreserven signifikant erhöht, um die Abhängigkeit vom US-Dollar zu reduzieren. Laut einer Umfrage des World Gold Councils planen zahlreiche Zentralbanken, ihre Goldbestände künftig weiter auszubauen. Analyst Kulp betont, dass diese Entwicklungen die Unterstützung des Goldpreises auf lange Sicht sicherstellen werden.