In einem von Herausforderungen geprägten Quartal für die Großbanken hat sich Goldman Sachs mit beeindruckenden Zahlen von der Konkurrenz abgehoben. Das renommierte Investitionshaus zeigte einmal mehr, dass sich die Konzentration auf die Stärken auszahlt: Mit beinahe 4 Milliarden US-Dollar Profit im ersten Quartal übertraf die Bank die Analysenschätzungen um rund eine Milliarde. Eine besondere Erleichterung dürfte dies nach den ernüchternden Nachrichten der Konkurrenz von JPMorgan Chase bedeutet haben, welche nur wenige Tage zuvor einen ihrer stärksten Kursrückgänge seit fast vier Jahren erleben musste.
Die Triebkraft hinter Goldman Sachs' Erfolg war das hochprofitable Kerngeschäft der Investmentbank. Durch die Vermittlung von Finanzierungslösungen für Unternehmen und Beratung bei Fusionen und Übernahmen, flossen in den ersten drei Monaten des Jahres über 2 Milliarden US-Dollar an Beratungshonoraren in die Kassen der Bank – ein Plus von nahezu einem Drittel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Besonders vorteilhaft positioniert sich Goldman dabei in einem Markt, der zwar oft Schwankungen unterliegt, dessen Erholung aber für die großen Bankhäuser besonders lukrativ sein könnte.
Nach Bekanntgabe dieser Zahlen stieg der Aktienkurs von Goldman Sachs an einem Montagvormittag um mehr als 5 Prozent.
Dass ein Schwergewicht wie Goldman Sachs stetig hohe Gewinne einfährt, könnte man annehmen – doch die Realität sieht oft anders aus. Zu solch einem herausragenden Erfolg gehört mehr als nur das Renommee einer etablierten Bank: es bedarf der richtigen Strategie zum richtigen Zeitpunkt.