15. Januar, 2026

Wirtschaft

Goldman Sachs profitiert von Kooperation mit Apple und günstigem Marktumfeld

Das Geschäftsjahr 2025 brachte der US-amerikanischen Investmentbank Goldman Sachs durch den Verkauf des Geschäftsbereichs rund um die Apple-Kreditkarte an JPMorgan einen signifikanten Anstieg der Gewinne. Ein wesentlicher Gewinnfaktor war die Auflösung von Rückstellungen im Umfang von fast 2,1 Milliarden US-Dollar, die ursprünglich für mögliche Kreditausfälle angesetzt waren. Diese strategische Entscheidung erlaubte es Goldman Sachs, im letzten Quartal des Jahres erhebliche Gewinne zu generieren. Die schrittweise Übergabe der Verantwortung für die Apple Card an JPMorgan, die bis Ende 2025 vollständig abgeschlossen sein soll, markiert für Goldman Sachs das Ende einer ressourcenintensiven Phase im Geschäft mit Privatkunden mittlerer Einkommensschichten.

Im Gegensatz dazu musste JPMorgan seine Risikovorsorge erhöhen, was zu einem Rückgang der Gewinne führte. Für die Aktionäre von Goldman Sachs stellte das vierte Quartal des Jahres jedoch einen besonderen Erfolg dar: Mit einem Gewinn von nahezu 4,4 Milliarden Dollar konnte ein Anstieg von zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnet werden. Diese positive Entwicklung wurde maßgeblich durch die Auflösung der Rückstellungen ermöglicht, was der Bank zusätzlichen finanziellen Spielraum verschaffte. Darüber hinaus verzeichnete Goldman Sachs erhebliche Erfolge im Bereich des Wertpapierhandels, insbesondere im Bereich von Aktien und Anleihen. Der Quartalsumsatz im Aktiengeschäft erreichte beeindruckende 4,3 Milliarden Dollar, was einem Wachstum von 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Nie zuvor konnte eine Bank an der Wall Street in einem Quartal ähnliche Einnahmen aus dem Aktienhandel verzeichnen.

Betrachtet man das gesamte Geschäftsjahr, stiegen die Einnahmen von Goldman Sachs um neun Prozent und erreichten 58,3 Milliarden Dollar, während der Reingewinn um über 20 Prozent auf 16,3 Milliarden Dollar zulegte. Diese Entwicklung verdeutlicht den Effekt der finanziellen Entlastungen und strategischen Entscheidungen, die im Verlauf des Jahres getroffen wurden. Zudem profitieren die Aktionäre von der robusten Dividendenpolitik der Bank: Sie können sich auf eine vierteljährliche Dividende von 4,50 Dollar pro Aktie freuen, was einer Erhöhung von 50 Cent entspricht. Diese Maßnahmen unterstreichen das Bestreben von Goldman Sachs, den Aktionärswert kontinuierlich zu steigern und die Anleger an den unternehmerischen Erfolgen teilhaben zu lassen.