21. Mai, 2026

Wirtschaft

Globale Wachstumsprognosen gedämpft: UNCTAD mahnt zu umdenken

Globale Wachstumsprognosen gedämpft: UNCTAD mahnt zu umdenken

Die jüngste Analyse der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD) zeichnet ein ernüchterndes Bild der globalen Wirtschaftsaussichten. Mit einem prognostizierten Wachstum von lediglich 2,7 Prozent für die kommenden Jahre wird der vorherige Durchschnitt von 3 Prozent deutlich verfehlt. Besonders schwer lasten diese Entwicklungen auf ärmeren Staaten. Einige Länder, die im Besitz von Rohstoffen sind, die für den Übergang zu nachhaltigeren Wirtschaften essenziell sind, könnten jedoch von ihrer strategischen Rolle profitieren. Zu diesen Ressourcen zählen unter anderem seltene Erden, Kobalt, Lithium und Nickel. Die UNCTAD plädiert in diesem Kontext für ein Umdenken, da die schwache Konjunkturlage, kombiniert mit hohen Schulden, geringen Investitionen und wachsendem Protektionismus, vor allem Entwicklungsländer vor immense Herausforderungen stellt. Die UNCTAD empfiehlt die Einführung einer globalen Steuerkonvention, um Steuerhinterziehungen einzudämmen und illegale Finanzströme einzustellen. Darüber hinaus wird ein internationales Sicherungsnetz für verschuldete Staaten gefordert, das ohne die restriktiven Sparauflagen des Internationalen Währungsfonds auskommt. Laut der UNCTAD zeichnet sich in vielen einkommensschwachen Ländern ein besorgniserregender Rückgang des Wirtschaftswachstums ab – von durchschnittlich 6,6 Prozent in den Jahren 2003 bis 2013 auf lediglich 4,1 Prozent im darauffolgenden Jahrzehnt. Der Einfluss Chinas, das trotz seiner wirtschaftlichen Macht immer noch den Status eines Entwicklungslandes innehat, spielt dabei eine entscheidende Rolle und macht die Situation für andere, ärmere Staaten noch schwieriger.