Ab Mittwoch versammeln sich in Genf Politiker, Experten aus der Zivilgesellschaft und Vertreter internationaler Organisationen zum größten internationalen Treffen über Flüchtlingsfragen. Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) erwartet rund 3000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter Flüchtlinge, Hilfsorganisationen und Regierungen aus aller Welt. Mit dabei ist auch Deutschlands Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD).
Das dreitägige Forum wird sich mit verschiedensten Themen rund um Flucht und Vertreibung beschäftigen. Ein Fokus liegt auf der Suche nach langfristigen Lösungen für Flüchtlinge in den Gastländern. Dabei soll auch die Unterstützung bei der Aufnahme von Flüchtlingen und die erfolgreiche Bekämpfung der Fluchtursachen diskutiert werden. Es ist bereits das zweite Mal, dass dieses Forum stattfindet, nachdem es bereits 2019 erfolgreich abgehalten wurde.
Das UNHCR hat die Teilnehmerländer dazu aufgerufen, verbindliche Zusagen zu machen. Die deutsche Bundesregierung plant unter anderem, zusätzliche finanzielle Mittel für ein UNHCR-Programm zur Vergabe von Stipendien bereitzustellen. Zudem hat sie sich zum Ziel gesetzt, bis 2027 mindestens 200.000 Arbeitsplätze für Vertriebene und Flüchtlinge in Syrien und den angrenzenden Nachbarländern zu schaffen.
Das internationale Forum bietet eine wichtige Plattform, um Lösungen zu erarbeiten und den Dialog zwischen den beteiligten Akteuren zu fördern. Die Bedeutung eines gemeinsamen Engagements für eine nachhaltige Flüchtlingspolitik und die Bewältigung der weltweiten Flüchtlingskrise wird hierbei einmal mehr deutlich.