Der geplante Austausch von israelischen Geiseln und palästinensischen Häftlingen sorgt für Unzufriedenheit bei Israel und der islamistischen Hamas. Medienberichten zufolge sind beide Seiten unzufrieden mit den Namenslisten, die für den Austausch vorgelegt wurden. Ein israelischer Regierungssprecher äußerte sich nicht zu den Medienberichten, während ein Vertreter der Hamas im libanesischen Beirut angab, dass Anmerkungen an die katarischen und ägyptischen Vermittler weitergeleitet wurden.
Der geplante Austausch am Montag wäre die vierte Gruppe an Geiseln, die seit Beginn der Feuerpause am Freitag freikommen würden. Bisher wurden bereits 58 Geiseln freigelassen, darunter auch acht deutsche Doppelstaatsbürger. Im Gegenzug wurden 177 Palästinenser aus israelischen Gefängnissen entlassen.
Laut dem Sprecher der israelischen Regierung, Eilon Levi, werden derzeit noch 184 Geiseln im Gazastreifen festgehalten. Darunter befinden sich 14 Ausländer sowie 80 Israelis mit einem Zweitpass.