04. Februar, 2026

Wirtschaft

Fusionsverhandlungen in der Schwebe: Rio Tinto und Glencore verhandeln über Machtstruktur

Die Verhandlungen zur Fusion der beiden Rohstoffgiganten Glencore und Rio Tinto gestalten sich als weitaus komplexer, als zunächst erwartet. Laut gut informierten Kreisen, stehen die Gespräche kurz vor dem Scheitern. Die britische "Financial Times" berichtet, dass insbesondere Differenzen bezüglich der zukünftigen Unternehmensführung für Spannungen sorgen. Während Rio Tinto bestrebt ist, sowohl den Vorsitz des Verwaltungsrats als auch die Position des CEO zu kontrollieren, fordert Glencore eine erhebliche Übernahmeprämie, um die Verhandlungen in Richtung einer Einigung zu bewegen.

Trotz der hitzigen Diskussionen scheinen beide Parteien in ihren jeweiligen Positionen unnachgiebig zu sein. Bereits in der vergangenen Woche hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg auf die Schwierigkeiten in den Gesprächen hingewiesen. Es wird immer deutlicher, dass die Verhandlungen trotz der vom britischen Übernahmepanel festgelegten Frist über den 5. Februar hinaus fortgesetzt werden könnten. Bis zu diesem Stichtag muss Rio Tinto jedoch offiziell Stellung beziehen — die Uhr tickt unerbittlich.

Schon im Januar hatte Glencore signalisiert, offen für eine Fusion zu sein, bei der das britische Unternehmen die Geschäfte des schweizerischen Konzerns übernehmen würde. Die Möglichkeit eines Zusammenschlusses bleibt ungewiss, da es starke Anzeichen dafür gibt, dass beide Seiten signifikante Zugeständnisse machen müssen, um die Fusion erfolgreich zu gestalten. Experten sind der Meinung, dass ein Kompromiss unausweichlich sein wird, sollten beide Konzerne eine strategische Partnerschaft anstreben wollen.

Sollte eine Einigung doch noch zustande kommen, könnte dies weitreichende Auswirkungen auf den globalen Rohstoffmarkt haben und die Machtverhältnisse in der Branche nachhaltig verändern. Die Entwicklung der Verhandlungen bleibt daher nicht nur für die betroffenen Unternehmen, sondern auch für Anleger und Marktbeobachter von großem Interesse.