17. März, 2026

Politik

FSB entdeckt Sprengstoff in religiösen Gegenständen aus der Ukraine

FSB entdeckt Sprengstoff in religiösen Gegenständen aus der Ukraine

In einer bemerkenswerten Wendung hat der russische Inlandsgeheimdienst FSB von einem verhinderten Versuch berichtet, Sprengstoff aus der Ukraine nach Russland zu schmuggeln. Dem Geheimdienst zufolge waren die Sprengstoffe in orthodoxen Ikonen und anderen kirchlichen Gegenständen verborgen. Während diese Meldung bisher von keiner unabhängigen Quelle bestätigt worden ist, hat Kremlsprecher Dmitri Peskow dennoch die Vorwürfe gegen die Ukraine erhoben. 'Diese Aktion veranschaulicht deutlich die terroristischen Strategien des Kiewer Regimes', erklärte er mit Nachdruck.

Trotz der direkten Verbindung des jüngsten tödlichen Anschlags auf eine Konzerthalle in Moskau mit islamistischen Terroristen, bemüht sich die russische Regierung um eine Verknüpfung der Ereignisse mit der Ukraine, welcher die Rolle des Drahtziehers zugeschrieben werden soll. Doch bisherige Funde, insbesondere die scheinbaren Bekennerschreiben der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS), liefern keinen hinreichenden Beweis für eine derartige Beteiligung der Ukraine.

Die betroffenen kirchlichen Gegenstände, die mit Sprengstoff präpariert waren, fielen russischen Beamten auf, als sie mit einem Fahrzeug an der Grenze zwischen Lettland und Russland gestoppt wurden. Das Auto war bereits durch zahlreiche Länder, darunter Rumänien, Ungarn, die Slowakei, Polen und Litauen, gefahren. Die Ladung bestand nach Angaben des FSB aus 27 Ikonen, die als Sprengsätze dienten, 70 Kilogramm Plastiksprengstoff und 91 Zündern. Ein vom Geheimdienst veröffentlichtes Video soll die Verstecke in den sakralen Bildern offenlegen.

Diese Enthüllung kommt in einer Zeit, in der die Ukraine sich weiterhin gegen eine russische Invasion zur Wehr setzt und Hinweise darauf hindeuten, dass ukrainische Geheimdienste möglicherweise Operationen in Russland durchführen. Für die russischen Geheimdienste besteht nun ein gesteigerter Druck, ihre Effektivität im Kampf gegen den Terrorismus unter Beweis zu stellen, insbesondere nach der überraschenden Heftigkeit des Anschlags in Moskau.