06. Februar, 2026

Politik

Friedrich Merz appelliert an den Iran, konstruktive Verhandlungen aufzunehmen

Bundeskanzler Friedrich Merz hat bei seinem jüngsten Aufenthalt in Abu Dhabi, einem der bedeutendsten Emirate der Vereinigten Arabischen Emirate, eine unmissverständliche Botschaft an die iranische Führung formuliert: Es bedarf ernsthafter Verhandlungen, um die aktuellen geopolitischen Spannungen zu mindern. Die Bundesrepublik Deutschland verfolgt gemeinsam mit ihren internationalen Partnern das Ziel, den Iran dazu zu bewegen, sowohl die repressiven Maßnahmen gegen die eigene Bevölkerung zu beenden als auch das umstrittene Atomprogramm aufzugeben. Ziel dieser Diplomatie ist es, den Iran in einen konstruktiven Dialog zu verwickeln und somit langfristig Frieden und Sicherheit in der krisengebeutelten Region zu fördern.

Während seiner diplomatischen Reise durch den Nahen Osten, die ihn auch nach Saudi-Arabien und Katar führte, unterstrich Merz die kollektive Anstrengung der Staaten, zusammen mit den USA, den iranischen Kurs zu ändern. Die geopolitische Nähe des Iran zu diesen arabischen Ländern verstärkt die dort herrschenden Sorgen über die aktuelle Entwicklung, ein Umstand, den Bundeskanzler Merz eindringlich hervorhob. Diese Sorgen begründen sich in der fortschreitenden Nuklearentwicklung und den jüngsten regionalen Konflikten, die mitunter das globale Gleichgewicht zu gefährden drohen.

Indirekte Gespräche zwischen den USA und dem Iran sind bereits initiiert worden, mit ersten diplomatischen Kontakten, die in der omanischen Hauptstadt Maskat stattfanden. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi kam dort zu einem Treffen mit seinem omanischen Amtskollegen Badr al-Bussaidi zusammen, wie von verschiedenen internationalen Medienberichten bestätigt wurde. Diese diplomatischen Bemühungen haben an Dringlichkeit gewonnen, da die Bedrohung eines neuen Konflikts in der Region kontinuierlich zunimmt. Der eskalierende Ton, insbesondere befeuert durch Drohungen des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump und die repressiven Maßnahmen der iranischen Regierung gegen Demonstranten, haben die Spannungen in der Region weiter angeheizt.

Trotz der Bemühungen um diplomatischen Ausgleich hagelte es Kritik seitens des Irans. Abbas Araghtschi kritisierte Bundeskanzler Merz scharf und äußerte auf der Social-Media-Plattform X die Hoffnung auf einen politischen Wechsel in Deutschland. Merz, der zu dieser Zeit in Katar verweilte, wies diese Kritik entschieden zurück und interpretierte die Äußerungen des iranischen Diplomaten als Ausdruck von Unsicherheit. Er betonte die Dringlichkeit und Notwendigkeit, Irans destabilisierende Politik im Nahen Osten zu beenden, da nur so eine nachhaltige Sicherheit und Stabilität in der Region gewährleistet werden könne.