08. März, 2026

Wirtschaft

Fresenius-Konzern muss auf Dividendenzahlungen für das Jahr 2023 verzichten

Fresenius-Konzern muss auf Dividendenzahlungen für das Jahr 2023 verzichten

Der in Bad Homburg ansässige Fresenius-Konzern hat bekannt gegeben, dass aufgrund staatlicher Energiehilfen für das laufende Jahr keine Dividende an die Anteilseigner ausgeschüttet werden darf. Der Vorstand beabsichtigt, Entlastungszahlungen in Höhe von bis zu 300 Millionen Euro für Krankenhäuser zurückzubehalten, wodurch es zu einem Dividenden- und Bonusverbot für das Jahr 2023 kommt. Im vergangenen Jahr hatte Fresenius eine Dividende von 92 Cent je Aktie ausgezahlt. Die Fresenius-Aktien fielen um etwas mehr als ein Prozent auf der Handelsplattform Tradegate.

Zusätzlich wird aufgrund der einbehaltenen Zahlungen kein Vorstandsmitglied Boni oder andere variable Vergütungsbestandteile erhalten. Die Entscheidung bedarf jedoch noch der Zustimmung des Aufsichtsrats, welche voraussichtlich am morgigen Mittwoch, dem 6. Dezember, erfolgen wird. Das Unternehmen teilt weiterhin mit, dass die Zuflüsse aus Ausgleichs- und Erstattungszahlungen sowie der Verzicht auf eine Dividendenzahlung dazu beitragen werden, die Schulden leicht zu reduzieren.

Bereits Anfang November hatte der CEO von Fresenius, Michael Sen, angedeutet, dass auf Dividendenzahlungen verzichtet werden könnte. Der Konzern hat bis Ende September staatliche Unterstützung in Höhe von etwa 160 Millionen Euro erhalten, von denen laut Unternehmensangaben etwa die Hälfte zu einem ergebniswirksamen Betrag führt. Durch die Annahme dieser Gelder wurde der gesetzliche Schwellenwert überschritten, wodurch sowohl Managerboni als auch Dividenden an Aktionäre für dieses Jahr nicht ausgezahlt werden dürfen.