16. Januar, 2026

Wirtschaft

Frankfurter Flughafen: Positive Erholungstendenzen, jedoch weiterhin Optimierungspotenzial

Der größte Flughafen Deutschlands, der Flughafen Frankfurt, meldet auch für das Jahr 2025 Passagierzahlen, die den Spitzenwerten vor der COVID-19-Pandemie hinterherhinken. Trotz eines Anstiegs von 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was nahezu 63,2 Millionen Fluggäste bedeutet, liegt der Flughafenbetreiber Fraport immer noch deutlich hinter den Zahlen aus dem Jahr 2019 zurück. Damals nutzten annähernd 70,6 Millionen Passagiere den Flughafen, was einen Rückgang von mehr als 10 Prozent im Jahr 2025 bedeutet.

Positiv ist jedoch die Entwicklung im Dezember zu vermerken. In diesem Monat stieg die Anzahl der Fluggäste um 5,3 Prozent auf 4,8 Millionen, womit der Rückstand gegenüber Dezember 2019 auf lediglich 2,2 Prozent reduziert werden konnte. Fraport-CEO Stefan Schulte, der noch im November die Passagierprognose auf rund 63 Millionen senkte, beabsichtigt, detaillierte Erwartungen für das Jahr 2026 im Rahmen der Jahresergebnisse im März vorzulegen.

Während die Erholung des Passagierverkehrs in Frankfurt schleppend verläuft, zeigt sich in von Fraport betriebenen ausländischen Flughäfen ein deutlich positiveres Bild. Am Flughafen Antalya, in Lima sowie an 14 regionalen griechischen Flughäfen wurden neue Rekordzahlen erzielt, und das konzernweite Passagieraufkommen nahm um 5,3 Prozent auf beeindruckende 183,7 Millionen zu. Diese Erfolge wurden durch Kapazitätserweiterungen in Lima und Antalya begünstigt, die das zukünftige Wachstum weiter unterstützen.

Stefan Schulte warnt erneut vor der langsamen Erholung des deutschen Luftverkehrs nach der Pandemie. Er appelliert an die Bundesregierung, zusätzliche Maßnahmen zur Stärkung der Branche zu ergreifen, da seiner Meinung nach die Senkung der Ticketsteuer nur ein erster Schritt sein kann, um den Sektor wiederzubeleben.

Auch im Frachtbereich verlief das Jahr in Frankfurt moderat. Hier wurde ein Wachstum von 1,1 Prozent auf 2,1 Millionen Tonnen verzeichnet, jedoch liegt dies immer noch um 2,7 Prozent unter dem Wert von 2019. Diese Entwicklungen zeigen auf, dass, obwohl erste positive Signale sichtbar sind, weiterhin Anstrengungen nötig sind, um auf die Vorkrisenwerte zurückkehren zu können.