07. Januar, 2026

KI

Fortschritt im Maschinenbau: Künstliche Intelligenz als essenzielle Zukunftskompetenz

Die Berufsaussichten für angehende Ingenieure könnten nicht viel besser sein, insbesondere wenn sie über Kenntnisse im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) verfügen. Laut einer aktuellen Umfrage des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) halten 86 Prozent der befragten Unternehmen Kompetenzen in der KI-Technologie für essenziell, um den zukünftigen Herausforderungen der Branche gerecht zu werden.

Dennoch gibt es erhebliche Bedenken hinsichtlich der Qualität der Ausbildung, die Studierende derzeit in diesem Bereich erhalten. Nur eine Minderheit von 23 Prozent der Unternehmen ist der Ansicht, dass Absolventen der Ingenieurswissenschaften ausreichend im Umgang mit KI-Technologien geschult sind. Fast die Hälfte der Unternehmen, konkret 49 Prozent, kritisieren die akademische Ausbildung als unzureichend, was darauf schließen lässt, dass Bildungseinrichtungen ihre Lehrpläne überdenken müssen, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden.

Trotz dieser Herausforderungen bleibt der Maschinenbau ein sehr attraktiver Karriereweg. Dies gilt insbesondere für kleinere Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern, von denen 77 Prozent beabsichtigen, ihre Ingenieur-Teams in der aktuellen Größe zu belassen. Zudem planen 17 Prozent dieser Unternehmen, neue Stellen zu schaffen, was auf einen optimistischen Blick in die Zukunft hindeutet. In größeren Firmen, die häufig eine stabilere Mitarbeiterstruktur aufweisen, gehen 56 Prozent von einer konstanten Personalplanung aus, während 18 Prozent neue Positionen schaffen wollen.

Ein weiterer Aspekt, der in der Erhebung deutlich wurde, ist die zunehmende Schwierigkeit der Unternehmen, qualifizierte Fachkräfte zu rekrutieren. Ganze 71 Prozent der Unternehmen berichten von Herausforderungen bei der Besetzung offener Stellen. Hartmut Rauen, der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des VDMA, warnte davor, dass eine Erosion der Innovationskraft drohe. Dies hat bereits einige größere Unternehmen dazu veranlasst, ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zunehmend ins Ausland zu verlagern, was ernsthafte Auswirkungen auf den Innovationsstandort Deutschland haben könnte.