06. Februar, 2026

Wirtschaft

Formierung der Zusammenarbeit zwischen Thyssenkrupp und Salzgitter bei HKM kündigt sich an.

Eine bedeutende Vereinbarung zwischen der Thyssenkrupp Steel und der Salzgitter AG hat das Fundament für die zukünftige Ausrichtung des Gemeinschaftsunternehmens Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) gelegt. Beide Unternehmen haben sich auf eine durchdachte Fortführung des Unternehmens geeinigt und präsentieren ein umfassendes Eckpunktepapier, das die strategische Planung bis zum Jahr 2026 festlegt. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Übereinkunft ist der beabsichtigte Verkauf der HKM-Anteile von Thyssenkrupp Steel an die Salzgitter AG, der ab dem 1. Juni 2026 in Kraft treten soll.

Ein weiterer Punkt der Vereinbarung sieht eine Änderung in der Lieferbeziehung zwischen HKM und Thyssenkrupp Steel vor. Entgegen der ursprünglichen Planung endet die Lieferung nun bereits im Jahr 2028, vier Jahre früher als ursprünglich vorgesehen. Die Details der finanziellen Entflechtung zwischen den beteiligten Unternehmen werden derzeit jedoch vertraulich behandelt.

Aktuell verteilen sich die Anteile an der HKM wie folgt: 50 Prozent gehören der Thyssenkrupp, 30 Prozent der Salzgitter und 20 Prozent der Vallourec. Seit einiger Zeit hegen sowohl Thyssenkrupp als auch Vallourec den Wunsch, sich von ihren Anteilen zu trennen. Ein erfolgreicher Fortgang der Geschäftsbeziehungen setzt allerdings die Zustimmung von Vallourec zur Veräußerung seiner Anteile an Salzgitter sowie eine positive Bewertung eines bestehenden Fortführungsgutachtens voraus.

Marie Jaroni, die Geschäftsführerin von Thyssenkrupp Steel, bezeichnet die Einigung als einen wegweisenden 'Meilenstein' für die Weiterentwicklung der Stahlproduktion bei Thyssenkrupp und die Absicherung der rund 3.000 Arbeitsplätze bei HKM. Auch Salzgitter-Vorstandsvorsitzender Gunnar Groebler betont den Nutzen der Vereinbarung, indem er darauf hinweist, dass diese für alle Beteiligten Klarheit schafft und den Mitarbeitenden von HKM eine vielversprechende Zukunftsperspektive eröffnet.

Salzgitter plant, das HKM in reduziertem Umfang weiterzuführen und dabei bestehende Hochöfen durch einen modernen Elektrolichtbogenofen zu ersetzen. Eine entscheidende Grundlage für den Erfolg dieser Umstellung bildet die Unterstützung der anderen Gesellschafter bei der notwendigen Ressourcenumstellung, ebenso wie die Akquise von Fördermitteln im Umfang von über 200 Millionen Euro für den Umbau der Produktionsstätten. Diese Maßnahmen sind von zentraler Bedeutung für die Umsetzung einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Produktionsstrategie.