In der aktuellen Debatte rund um die Steigerung der Sicherheit für Zugbegleitpersonal positioniert sich der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Alexander Schweitzer, zugunsten einer Überarbeitung des Deutschlandtickets. Ausschlaggebend für seine Forderung war ein tragischer Vorfall, bei dem ein Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz ums Leben kam. Schweitzer plädiert für die Einführung eines einheitlichen, deutschlandweiten Tickets, das mit einem Lichtbild versehen ist. Dies solle die Arbeit des Zugpersonals erheblich erleichtern, da die doppelte Kontrolle der Reisepässe und Fahrkarten entfallen würde. Diese Einschätzung äußerte Schweitzer in einem Gespräch in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin".
Nach Ansicht von Schweitzer würde ein solches, überarbeitetes Deutschlandticket die situationsbedingten Doppelkontrollen bezüglich der Gültigkeit des Tickets und der Identität der Passagiere minimieren. Er betonte, dass die Kosten für dessen Umsetzung gering seien und der Prozess schnell initiiert werden könnte. Diese Maßnahme sei ein wesentlicher Schritt zur Verringerung der Arbeitsbelastung für das Zugpersonal und trage gleichzeitig zu einer verbesserten Sicherheitslage bei.
Darüber hinaus machte Schweitzer deutlich, dass eine Erhöhung der Sicherheitsstandards in Zügen dringend erforderlich sei. Er fordert die Einführung von Doppelbesetzungen beim Zugpersonal und sieht die Notwendigkeit, den Einsatz von Bodycams zu prüfen. Schweitzer unterstrich, dass die Sicherheit im Zugverkehr von immenser Bedeutung sei und schnelles Handeln erfordere. Außerdem kündigte er an, das Thema der Sicherheit im Schienenverkehr auf die Agenda der bevorstehenden Ministerpräsidentenkonferenz am 5. März zu setzen, um die Diskussion weiter voranzutreiben.