09. Mai, 2026

Wirtschaft

Fördergelder im Fokus: Scholz bekräftigt Unterstützung für Batteriefabriken trotz Northvolt-Krise

Fördergelder im Fokus: Scholz bekräftigt Unterstützung für Batteriefabriken trotz Northvolt-Krise

Bundeskanzler Olaf Scholz hat sich erneut für eine staatliche Förderung des Baus von Batteriefabriken ausgesprochen, selbst angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Turbulenzen des schwedischen Unternehmens Northvolt. In einer lebhaften Regierungsbefragung im Bundestag unterstrich der Kanzler die Notwendigkeit, strategische Komponenten der Elektromobilität in Europa zu fertigen, um die technologische Souveränität des Kontinents zu sichern. Dabei bedauerte Scholz die schleppende Entwicklung der Unternehmenspläne von Northvolt sowohl in Europa als auch in Deutschland.

Eine klare Ansage: Die Bundesregierung wird an ihrer Förderstrategie festhalten. Scholz betonte die Bedeutung dieser Initiative und sieht keinen Anlass, von diesem Kurs abzuweichen. Die Förderung des Batteriefabrikbaus wird als entscheidend angesehen, um Europas innovative Stärke im Bereich der Elektromobilität zu manifestieren.

Die finanziellen Herausforderungen für Northvolt sind indes nicht zu unterschätzen: Das Unternehmen hat aufgrund finanzieller Engpässe Gläubigerschutz in den USA gemäß Chapter 11 des dortigen Insolvenzrechts beantragt. Eine erfreuliche Nachricht in dieser Krise ist jedoch, dass das geplante Batteriewerk in Heide, Schleswig-Holstein, davon nicht betroffen ist.

Doch die Krise könnte kostspielige Folgen für den Bund und das Land Schleswig-Holstein haben, da sie gemeinsam für staatliche Kredite in Höhe von rund 600 Millionen Euro bürgen, die Northvolt von der KfW Förderbank erhalten hat. Die Entwicklungen bei Northvolt werden daher weiterhin mit großem Interesse und einem gewissen Maß an Anspannung verfolgt.