10. Januar, 2026

Wirtschaft

Feneberg unter Schutzschirm: Supermarktkette strebt strategische Neuausrichtung an

Das traditionsreiche Familienunternehmen Feneberg Lebensmittel GmbH, mit Sitz im malerischen Allgäu, hat vor kurzem beim Amtsgericht Kempten ein Schutzschirmverfahren eingeleitet. Dieses Verfahren wird angewandt, um Unternehmen, die finanzielle Schwierigkeiten bewältigen müssen, die Möglichkeit zu geben, sich effizient zu sanieren und eine Insolvenz präventiv abzuwenden. Im Kern dieser Maßnahmen steht die strategische und nachhaltige wirtschaftliche Neuausrichtung des Unternehmens, um dessen Fortbestand langfristig zu sichern.

Die Supermarktkette Feneberg, welche über 70 Filialen in Süddeutschland und im österreichischen Kleinwalsertal betreibt, ist insbesondere in den Regionen Allgäu und Bodensee präsent. Das Unternehmen verzeichnet einen beachtlichen jährlichen Umsatz von mehr als 500 Millionen Euro und beschäftigt rund 3.000 Mitarbeiter. Trotz der ausgesprochen anspruchsvollen finanziellen Lage ist es ein erklärtes Ziel des Unternehmens, alle Filialen während des Sanierungsprozesses weiterhin geöffnet zu halten. Dies wurde von der Unternehmensführung, die dem Edeka-Verbund zugehörig ist, ausdrücklich bestätigt.

Von zentraler Bedeutung für die erfolgreiche Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen ist die Unterstützung durch Stephan Leibold, der kürzlich der Geschäftsführung beigetreten ist. Leibold bringt umfangreiche Erfahrung aus einem Tochterunternehmen der Feneberg-Gruppe mit, bei dem er als versierter Sanierungsexperte hervorgetreten ist. Laut Leibold wurden in den vergangenen Jahren entscheidende Initiativen bei Feneberg in die Wege geleitet, jedoch gelangten diese nicht zu ihrem vollen Potenzial. Die strategische Neuausrichtung wird zudem durch die Expertise der renommierten Stuttgarter Anwaltskanzlei Grub Brugger gestützt. Das Ziel ist es, die umfassenden Sanierungsmaßnahmen bis zum Jahr 2026 abzuschließen.