11. März, 2026

Wirtschaft

FDP mahnt zum Handeln bei Tesla-Stellenabbau in Grünheide

FDP mahnt zum Handeln bei Tesla-Stellenabbau in Grünheide

Der angedrohte Personalabbau beim Elektroautobauer Tesla ruft in Brandenburg politische Reaktionen hervor. Mit Blick auf die unsicheren Arbeitsplätze im Werk Grünheide hat Zyon Braun von der FDP die Landesregierung um Ministerpräsident Dietmar Woidke zur Intervention gedrängt. Braun betonte, Woidke solle sich direkt an Tesla-Chef Elon Musk wenden, um die bedrohten Arbeitsplätze zu verteidigen. 'Alle Prioritäten sind jetzt auf die Zukunft der Beschäftigten zu setzen', sagte der FDP-Politiker und appellierte an den Ministerpräsidenten, persönlich in die USA zu reisen.

Weltweit sieht sich Tesla angesichts nachlassender Elektroautonachfrage und schwindenden Verkaufszahlen gezwungen, über zehn Prozent seiner Belegschaft abzubauen. Im Zentrum der Sorge steht das europäische Werk in Grünheide, wo massive Entlassungen befürchtet werden. Berichten zufolge könnten bis zu einem Viertel der dortigen Stellen wegfallen.

Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach blickt indessen optimistischer in die Zukunft. Er vermutet, dass die Zahl der betroffenen Stellen unter den kolportierten 3000 liegen würde und ist in ständigem Austausch mit Tesla. Er unterstrich die Auswirkungen der Absatzprobleme auf den Marktführer.

Linken-Politiker Sebastian Walter kritisierte unterdessen die einseitige Wirtschaftsfokussierung der Landesregierung und forderte eine umfassende Neuausrichtung der Wirtschaftspolitik. Laut Walter hätten die Annäherungsversuche an Tesla eine zu große Abhängigkeit erzeugt. Die Landesregierung solle sich vermehrt um den heimischen Mittelstand kümmern, da dieser das Fundament der regionalen Ökonomie darstelle.