29. April, 2026

Wirtschaft

FCA erweitert Frist für Beschwerden zu Kfz-Finanzierungen

FCA erweitert Frist für Beschwerden zu Kfz-Finanzierungen

Die britische Finanzaufsichtsbehörde Financial Conduct Authority (FCA) hat den Unternehmen mehr Zeit eingeräumt, um auf Beschwerden im Zusammenhang mit Kfz-Finanzierungsverträgen ohne diskretionäre Provisionsvereinbarungen (DCA) zu reagieren. Die neue Frist für eine endgültige Antwort auf solche Beschwerden ist nun auf den 4. Dezember 2025 festgelegt. Diese Verlängerung entspricht der zuvor gewährten Frist für DCA-bezogene Beschwerden. Hintergrund der Entscheidung ist ein Urteil des Court of Appeal vom 25. Oktober 2024, das feststellte, dass es rechtswidrig ist, wenn Autohändler Provisionen von Kreditgebern erhalten, ohne dies den Kunden mitzuteilen und deren informierte Zustimmung einzuholen. Der Fokus des Gerichts lag dabei auf dem Gewohnheitsrecht, den Grundsätzen der Billigkeit und dem Verbraucherkreditgesetz, nicht auf den Vorschriften der FCA. Aufgrund dieses Urteils wird erwartet, dass die Unternehmen, die Kfz-Finanzierungen anbieten, einem erheblichen Anstieg des Beschwerdevolumens gegenüberstehen. Die FCA reagierte darauf mit der Verlängerung der Frist zur Bearbeitung von Beschwerden, um 'ungeordnete, inkonsistente und ineffiziente' Konsequenzen für Verbraucher und Unternehmen zu vermeiden. Ziel der Entscheidung ist es sicherzustellen, dass Organisationen genügend Zeit haben, den zu erwartenden Anstieg der Beschwerden zu bearbeiten, und dass die Anliegen der Verbraucher fair und geordnet behandelt werden. In einer Erklärung sagte die FCA, dass der Supreme Court am 11. Dezember 2024 bestätigte, dass er eine Berufung gegen das Urteil des Court of Appeal anhören wird. Es sei geplant, offiziell in den Fall einzugreifen, um das Fachwissen der FCA beizusteuern und dem Gericht zu helfen. Trotz der bevorstehenden Berufung müssen die Unternehmen das bestehende Gesetz bei neuen Kfz-Finanzierungsverträgen einhalten.