17. März, 2026

Wirtschaft

Exklusives Milliardengeschäft: ExxonMobil steht kurz vor der Übernahme von Pioneer Natural Resources

Exklusives Milliardengeschäft: ExxonMobil steht kurz vor der Übernahme von Pioneer Natural Resources

In einem Zeichen des Vertrauens für die Branchenkonsolidierung steht ExxonMobil kurz davor, die milliardenschwere Akquisition des Ölunternehmens Pioneer Natural Resources abzuschließen, nachdem amerikanische Regulierungsbehörden grünes Licht signalisiert haben. Der historische Schritt, der das Engagement von ExxonMobil in den Schieferressourcen der USA weiter verfestigt, ist allerdings an eine entscheidende Auflage geknüpft: Der CEO von Pioneer, Scott Sheffield, soll keinen Sitz im Vorstand von Exxon erhalten.

Dies ist das Resultat erhöhter Wachsamkeit seitens der Federal Trade Commission (FTC), die Bedenken hinsichtlich potenzieller Wettbewerbsbeschränkungen geäußert hatte. Interne Quellen berichten, dass die FTC Sheffield vorwarf, in der Vergangenheit Absprachen durch Nachrichtenaustausch mit hochrangigen Vertretern des Ölkartells Opec und dessen weiter gefasstem Produzentenbündnis Opec+ getroffen zu haben, um die Ölproduktion zu reduzieren und die Preise in die Höhe zu treiben.

Eine formelle Bekanntgabe der Übernahme durch die FTC wird erwartet, während die Branche gespannt auf Neuigkeiten wartet. Das Geschäft, ursprünglich im Oktober angekündigt, manifestiert die größte Übernahme von ExxonMobil seit der Fusion von Exxon und Mobil im Jahr 1999 und ist die erste bedeutende Akquisition unter der Führung von Konzernchef Darren Woods.

Mit dem Zusammenschluss erlangt ExxonMobil eine dominante Stellung im Permian Basin, einem Hauptölfeld im Westen von Texas und in New Mexiko, das maßgeblich zur Führungsposition der USA als weltweit größtem Öl- und Gasproduzent beitrug.

Der Deal mit der FTC, der Sheffield von einem Vorstandsposten bei Exxon ausschließt, wirft Fragen über die Handlungen eines leitenden Angestellten auf, der in den vergangenen Jahrzehnten eine ausschlaggebende Rolle bei der Wiederbelebung der US-Ölindustrie spielte. Die genauen Daten der ihm vorgeworfenen Nachrichten an die Opec bleiben derzeit unbekannt.

Sheffield, eine prägende Figur der sogenannten "Schiefer-Revolution", hatte erst kürzlich seinen erneuten Rücktritt zum Ende des Jahres 2023 angekündigt, nachdem er im Jahr 2016 schon einmal seinen Posten verlassen hatte und drei Jahre später zurückkehrte.

Als erfahrener Kenner des Ölmarktes äußerte Sheffield wiederholt öffentlich seine Meinungen zu Opec – nicht zuletzt Anfang April 2020, als er sich unter den US-Ölexekutiven befand, die das Kartell und Russland öffentlich dazu aufforderten, die Ölförderung während des Nachfragerückgangs zu Beginn der Pandemie zu drosseln.

Die FTC enthielt sich eines Kommentars, während ExxonMobil, Pioneer und Sheffield bisher keine Stellungnahmen zu den aktuellen Entwicklungen abgegeben haben.