09. Februar, 2026

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Eurostärke: US-Dollar nach chinesischen Nachrichten unter Abgabedruck

Der Euro erlebte am Montag eine bemerkenswerte Aufwertung, indem er am Nachmittag einen deutlichen Anstieg auf einen Wert von bis zu 1,1906 US-Dollar verzeichnete. Dieser Kurs stellt den höchsten Stand der europäischen Gemeinschaftswährung seit Ende Januar dar und verdeutlicht eine bedeutende Stärkung gegenüber dem US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs für den Euro auf 1,1886 US-Dollar fest, was einem Gegenwert von 0,8413 Euro pro Dollar entspricht.

Hintergrund dieses Währungsschwankungen ist eine von Bloomberg veröffentlichte Meldung, wonach chinesische Behörden ihre Banken angewiesen haben, die Käufe von US-Staatsanleihen zu reduzieren und bestehende Bestände abzubauen. Diese Zurückhaltung seitens der chinesischen Banken führt zu einem Rückgang der Nachfrage nach den als sicher geltenden US-Treasuries, was sich negativ auf den Dollar-Kurs auswirkt.

Darüber hinaus unterstützen stärkere Konjunkturdaten aus der Eurozone die Aufwertung des Euro. Der Sentix-Konjunkturindikator übertraf im Februar die Erwartungen und markierte den dritten Anstieg in Folge, ein klares Zeichen für aufkommende Aufschwungtendenzen in der Eurozone.

In Japan ereignete sich ein bedeutsames politisches Ereignis, das ebenfalls Einfluss auf die Wechselkursentwicklung hatte. Nach einem entscheidenden Wahlsieg legte der Yen gegenüber dem Dollar zu. Die frisch gewählte Ministerpräsidentin Sanae Takaichi führte die Liberaldemokraten zu einem historischen Sieg, der der Regierung erheblichen Spielraum für wirtschaftspolitische Maßnahmen einräumt. Takaichi setzt sich für expansive wirtschaftliche Maßnahmen zur Förderung der japanischen Exportwirtschaft ein, während Finanzministerin Satsuki Katayama Bedenken äußerte, dass ein zu niedriger Yen problematisch sein könnte. Infolgedessen griff die Bank of Japan korrekterweise ein, um den Wechselkurs zu stabilisieren.

Die Europäische Zentralbank legte außerdem weitere Referenzkurse fest: Im Vergleich zum britischen Pfund notierte der Euro bei 0,87010, gegenüber dem japanischen Yen bei 185,65 und zum Schweizer Franken bei 0,9150. Bemerkenswert war auch der Preisanstieg für eine Feinunze Gold, die zuletzt auf 5.030 Dollar anstieg, ein Zuwachs von etwa 67 Dollar im Vergleich zum Freitag. Diese Entwicklungen unterstreichen die aktuelle Volatilität und die Unsicherheiten auf den globalen Finanzmärkten.