13. Januar, 2026

Märkte

Europas Aktienmärkte verhalten: US-Berichtssaison und Inflationsdaten im Mittelpunkt

Am Dienstag präsentierten sich die Aktienmärkte Europas geteilt, während die US-Berichtssaison offiziell begann. Der EuroStoxx 50 konnte im Verlauf des Handelstags ein moderates Wachstum verzeichnen und schloss mit einem Plus von 0,22 Prozent bei 6.029,83 Punkten. Im Gegensatz dazu musste der britische Leitindex FTSE 100 einen leichten Rückgang von 0,03 Prozent hinnehmen und endete bei 10.137,35 Zählern. In der Schweiz zeigte sich der SMI ebenfalls schwächer und notierte mit einem Minus von 0,44 Prozent bei 13.368,38 Punkten.

Eine vorübergehende Unterstützung für die Märkte ging von den aktuellen Inflationsdaten aus den USA aus. Die Verbraucherpreise stiegen im Dezember um die prognostizierten 2,7 Prozent an, während die Kerninflation unverändert bei 2,6 Prozent verharrte. Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, kommentierte die Situation dahingehend, dass bislang keine signifikanten Auswirkungen der US-Zollpolitik zu erkennen seien. Sollte sich dieser Zustand fortsetzen, könnten die Entwicklungen der Preisstabilität der US-Notenbank Fed Raum für zukünftige Zinssenkungen eröffnen.

Des Weiteren wies Analyst Timo Emden von Emden Research darauf hin, dass die Märkte weiterhin im Modus der Risikoverdrängung agieren. Die Marktakteure setzen momentan auf eine eher zurückhaltende Geldpolitik der Zentralbanken, welche die bestehenden geopolitischen Risiken in den Hintergrund drängt. Diese Erwartungshaltung könnte der laufenden Neujahrsrallye vorübergehend Rückenwind verschaffen und die Investoren in ihrem Optimismus bestärken, trotz der volatilen globalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.