Der Euro hält sich weiterhin stark gegenüber dem US-Dollar. Am Donnerstagmittag wurde die Gemeinschaftswährung zu 1,1118 US-Dollar gehandelt, nachdem sie am Morgen noch etwas niedriger notierte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Mittwochnachmittag auf 1,1065 Dollar festgesetzt.
Ein entscheidender Faktor für den Anstieg des Euros ist die gedämpfte Aussicht auf sinkende Leitzinsen im kommenden Jahr. Dem österreichischen Notenbankchef Robert Holzmann zufolge sind Zinserhöhungen in diesem Jahr Teil einer geldpolitischen Normalisierung, und eine Senkung der Leitzinsen im Jahr 2024 sei noch nicht absehbar. Holzmann betonte, dass trotz des Rückgangs der Inflation durch diese Normalisierung eine Zinssenkung zu diesem Zeitpunkt verfrüht wäre.
Die Äußerungen von Holzmann ließen den Euro zeitweise auf 1,1139 Dollar steigen, was den höchsten Stand seit Ende Juli bedeutete. Allerdings gab die Gemeinschaftswährung einen Teil ihrer Gewinne rasch wieder ab. In der Eurozone wurden keine wichtigen Konjunkturdaten veröffentlicht. In den USA werden jedoch am Nachmittag die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe erwartet.
Die starken Leistungen des Euros gegenüber dem US-Dollar spiegeln den robusten europäischen Wirtschaftsmotor wider. Anleger positionieren sich positiv auf den Euro angesichts der positiven Aussichten für den Kontinent.