14. März, 2026

Wirtschaft

Euroländer genehmigen Produktion von weniger Münzen im Jahr 2024

Euroländer genehmigen Produktion von weniger Münzen im Jahr 2024

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat beschlossen, dass im Jahr 2024 weniger Münzen hergestellt werden sollen als im laufenden Jahr. Den 20 Euroländern wurde die Produktion von Geldstücken im Gesamtvolumen von 2,34 Milliarden Euro genehmigt.

Dem Anstieg der Münzproduktion in den vergangenen Jahren wird damit entgegengewirkt. Insbesondere der Euro-Beitritt Kroatiens zum 1. Januar 2023 führte zu einem deutlichen Anstieg der Produktion von rund 1,8 Milliarden Euro auf gut 2,6 Milliarden Euro. In den beiden Jahren davor lag das Produktionsvolumen jeweils bei rund zwei Milliarden Euro.

Für das kommende Jahr ist etwa ein Volumen von rund 1,87 Milliarden Euro für den täglichen Gebrauch vorgesehen. Hinzu kommen Sammlermünzen im Wert von 468 Millionen Euro.

Deutschland bleibt der größte Produzent von Euromünzen, mit einem Volumen von 591 Millionen Euro. Davon entfallen 172 Millionen Euro auf Sammlermünzen. Frankreich liegt mit einem Gesamtvolumen von 394 Millionen Euro auf Platz zwei und Spanien mit rund 320,5 Millionen Euro auf dem dritten Platz.

Die EZB legt jedes Jahr auf der Grundlage des gemeldeten Bedarfs der Eurostaaten eine Obergrenze für die Münzproduktion fest. Innerhalb dieses Rahmens dürfen die Länder dann Geldstücke herstellen lassen.

Die Beliebtheit von bargeldlosen Zahlungsmethoden nimmt zu. Laut einer Analyse der EZB, die Ende 2022 veröffentlicht wurde, wird Bargeld noch immer am häufigsten an der Ladenkasse verwendet. Allerdings übertrafen Kartenzahlungen zum ersten Mal den Wert von Scheinen und Münzen. Untersuchungen zeigen immer wieder, dass die Corona-Pandemie den Trend zu elektronischen Zahlungsmitteln beschleunigt hat.

In einigen Jahren könnte es den Euro sogar als digitale Variante geben. Seit dem 1. November läuft eine zweijährige Vorbereitungsphase, in der die EZB das Regelwerk für den digitalen Euro fertigstellen und die entsprechende Infrastruktur organisieren möchte. Nach Abschluss dieser Phase wird die EZB entscheiden, ob der Weg für die Einführung einer digitalen Variante der europäischen Gemeinschaftswährung als Ergänzung zum Bargeld geebnet ist. Hierfür wird dann auch eine gesetzliche Grundlage auf EU-Ebene benötigt.