18. März, 2026

Märkte

Euro zieht im US-Handel an und erlangt wieder die Oberhand gegenüber dem Dollar

Euro zieht im US-Handel an und erlangt wieder die Oberhand gegenüber dem Dollar

In einer bemerkenswerten Erholungsbewegung hat der Euro im Laufe des US-Handels einen signifikanten Aufwärtsschwung erfahren. Die europäische Leitwährung, die zeitweilig unter die Schwelle von 1,08 US-Dollar gerutscht war, erklomm nach einem dynamischen Kursanstieg zuletzt einen Stand von 1,0873 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs vorher in Frankfurt auf 1,0814 Dollar fest, etwas tiefer als am Vortag mit 1,0837 Dollar. In Folge dessen kostete der Dollar 0,9247 Euro im Gegensatz zu dem vorab festgelegten 0,9227 Euro.

Noch im frühen Handelstage hatte der Greenback durch Kommentare der Federal Reserve (Fed), die am Vorabend den Leitzins unangetastet ließen, an Stärke zugenommen, was den Euro vorübergehend unter Druck setzte. Die Fed hatte zusätzlich auf naheliegende Zinssenkungen verzichtet, wobei Zinssenkungen in der kommenden Märzsitzung durch Aussagen ihres Vorsitzenden Jerome Powell als unwahrscheinlich galten.

Eine ähnlich positive Wende wie am Devisenmarkt konnte man bei den Aktienindizes beobachten. Diese machten ihre vorherigen Tageinbußen wett und zeigten sich wieder erholt. Eine erwartungsfrohe Börsenstimmung war insbesondere vor der Publikation der Quartalsberichte einiger Tech-Schwergewichte zu spüren. Unterstützung fand die optimistische Lage zudem durch einen merklichen Rückgang des Ölpreises. Die Verhandlungen über eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas, über die Bloomberg berichtete, könnten hier als ein entspannendes Element gewirkt haben.

In der Eurozone waren von Seiten der Inflationsentwicklung nur geringfügige Abschwächungen zu Jahresanfang zu verzeichnen. Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank, merkte trotzdem an, dass auf Monatsbasis die Preise nicht weiter gestiegen sind, sondern einen Rückgang aufwiesen. Ein weiterer positiver Aspekt sei der Rückgang der Inflationsrate im Januar, wenn man die preisvolatilen Komponenten wie Energie- und Nahrungsmittelpreise herausrechne. Marktbeobachter rätseln nun, ähnlich wie bei der Fed und Bank of England, wann die Geldpolitik der Eurozone in Hinblick auf die sinkenden Inflationsraten eine Lockerung erfahren könnte.