19. Januar, 2026

Märkte

Euro zeigt sich stabil gegenüber Grönland-Turbulenzen: Kursgewinne trotz Handelskonflikten

Zu Wochenbeginn zeigte sich der Euro im internationalen Währungsmarkt stabil und konnte gegenüber dem US-Dollar zulegen, trotz der anhaltenden Spannungen im Grönland-Konflikt. Während der US-Dollar im Handel mit bedeutenden Währungen generell Schwächen zeigte, stieg der Euro-Kurs auf 1,1631 US-Dollar an, was eine leichte Verbesserung im Vergleich zum Schlusspreis des vorangegangenen Freitags darstellt. Diese Entwicklung unterstreicht die Widerstandsfähigkeit des Euros in einem Umfeld geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten.

Thu Lan Nguyen, eine renommierte Devisenanalystin der Commerzbank, äußerte Besorgnis über die gegenwärtige Situation und wies darauf hin, dass der US-Dollar unter Druck gerät. Ihrer Ansicht nach könnten bei weiteren Eskalationen des Grönland-Konflikts erhebliche Risiken für den Dollar bestehen, insbesondere falls die US-Regierung eine kritische Schwelle überschreitet. In einem Szenario, in dem sich die Handelspartner nicht länger unter Druck setzen lassen wollen, könnten wirtschaftliche Gegenmaßnahmen die Folge sein, warnt Nguyen.

Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, bestätigt, dass der Konflikt um Grönland die fortbestehenden Handelskonflikte untermauert. Zwar seien die wirtschaftlichen Auswirkungen der bisher verhängten Zölle auf die US-Wirtschaft relativ moderat geblieben, dennoch signalisiert der Konflikt die Notwendigkeit zur Vorsicht. Gitzel betont, dass die gegenwärtige Stabilität der globalen Wirtschaft sehr fragil sei und in naher Zukunft verstärkte Aufmerksamkeit erfordere, um potenzielle wirtschaftliche Turbulenzen zu vermeiden.

In gleichem Maße präsentieren sich Experten der Dekabank optimistisch und schlagen vor, eine Verhandlungslösung im Grönland-Streit anzustreben. Sie zeigen sich zuversichtlich, dass in den kommenden zwei Wochen bis zum 1. Februar intensive diplomatische Gespräche stattfinden werden und halten es für denkbar, dass die ursprünglich gesetzte Frist verlängert wird. Ziel dieser Verlängerung wäre es, eine einvernehmliche Lösung zu erzielen, die sowohl wirtschaftlich als auch geopolitisch von Vorteil sein könnte. Diese Entwicklungen werden von Marktteilnehmern und politischen Beobachtern gleichermaßen genau verfolgt, da sie entscheidend für die zukünftige wirtschaftliche Stabilität sein könnten.