Am Mittwoch verzeichnete der Euro im Handel auf dem amerikanischen Markt einen leichten Rückgang. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit einem Kurs von 1,1636 US-Dollar gehandelt, was einen Rückgang im Vergleich zum späten europäischen Handel darstellt, bei dem der Kurs noch etwa 1,1660 US-Dollar betrug. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den offiziellen Referenzkurs auf 1,1651 US-Dollar fest, nachdem er am Vortag noch bei 1,1654 US-Dollar lag. Daraus ergibt sich, dass der Wert eines US-Dollars 0,8582 Euro entspricht, was eine geringfügige Erhöhung bedeutet.
Michael Pfister, ein Devisen-Experte bei der Commerzbank, bemerkte, dass die kürzlich veröffentlichten Inflationsdaten der USA weniger spektakulär ausfielen als zuvor erwartet. Er führte an, dass die Datenerhebung durch den Verwaltungs-Shutdown weiterhin kompliziert bleibt und somit eine präzise Analyse erschwert. Trotz dieser Schwierigkeiten deutet sich eine Entwicklung an, die darauf hindeutet, dass die Inflation, trotz bestehender Handelszölle, nicht in dem Maße gestiegen ist, wie ursprünglich angenommen.
Weitere wirtschaftliche Indikatoren aus den USA lieferten keine eindeutige Orientierung für den Devisenmarkt. Die Novemberzahlen zeigten, dass die Umsätze im US-Einzelhandel über den Prognosen lagen, was auf eine unerwartet starke wirtschaftliche Aktivität hindeutet. Ebenfalls überraschend war der deutliche Anstieg des Preisniveaus auf Erzeugerebene, der im Vergleich zum Vorjahr um 3,0 Prozent zulegte und damit die Erwartungen von Ökonomen von 2,7 Prozent deutlich übertraf.
Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen äußerte die Einschätzung, dass die neuen US-Wirtschaftsdaten die Spekulationen über mögliche weitere Zinssenkungen gedämpft haben. Er betonte jedoch, dass solche Spekulationen ohnehin in den ersten Monaten des Jahres nicht stark ausgeprägt seien. Umlauf unterstrich, dass der Devisenmarkt die makroökonomischen Bedingungen genau beobachten sollte, um fundierte Entscheidungen treffen zu können.