02. Februar, 2026

Märkte

Euro verzeichnet Stabilisierung – Unsicherheiten bezüglich der Nachfolge im Federal Reserve Board

Zu Beginn der neuen Handelswoche zeigt sich der Euro stabil und setzt seine jüngsten Kursverluste vorerst nicht fort. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1857 US-Dollar gehandelt, was dem Stand vom Freitagabend entspricht. Die Stabilisierung des Euros folgt auf die jüngsten Entwicklungen rund um die mögliche Ernennung von Kevin Warsh als Nachfolger des Vorsitzenden der US-Notenbank, Jerome Powell. Diese Spekulationen hatten dem US-Dollar zuletzt Auftrieb verliehen und den Euro unter Druck gesetzt.

US-Präsident Donald Trump befeuerte mit dieser möglichen Personalentscheidung Gerüchte an den Märkten, die eine Lockerung der amerikanischen Geldpolitik erwarten lassen. Interessanterweise hat sich Kevin Warsh, ein ehemaliger Fed-Gouverneur, in letzter Zeit überraschend für Zinssenkungen ausgesprochen, obwohl er lange als Verfechter einer strafferen Geldpolitik galt. Diese Haltung könnte darauf hindeuten, dass eine Veränderung der geldpolitischen Ausrichtung bevorsteht.

Analysten der Dekabank betonen, dass Warsh bekannt dafür ist, wachsam gegenüber Inflationsrisiken zu sein, jedoch zugleich offen für weitere Zinssenkungen scheint. Experten heben hervor, dass Warsh weniger anfällig für äußeren Druck, insbesondere von Präsident Trump, zu sein scheint. Dieser hatte wiederholt Zinssenkungen gefordert und den bisherigen Fed-Chef Powell kritisiert.

Die jüngste Dollarstärke hat zudem Korrekturen auf den Metallmärkten ausgelöst. Insbesondere Edelmetalle wie Gold und Silber haben stark an Wert verloren und stehen unter Druck. Diese Bewegungen sind Ausdruck der Unsicherheiten an den Märkten, die durch die mögliche Neuausrichtung der US-Geldpolitik verstärkt werden.

Im weiteren Verlauf des Handelstages richten sich die Augen der Devisenmärkte gespannt auf die bevorstehenden Konjunkturdaten. Diese umfassen sowohl Unternehmensstimmungsindikatoren aus der Eurozone als auch aus den USA. Diese Daten werden mit großem Interesse erwartet, da sie wichtige Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung und mögliche geldpolitische Maßnahmen in beiden Regionen liefern könnten.