05. März, 2026

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Euro steigt aufgrund von Dollar-Schwäche

Euro steigt aufgrund von Dollar-Schwäche

Der Euro hat am Donnerstag im Vergleich zum US-Dollar zugelegt. Am späten Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung mit 1,0988 US-Dollar gehandelt, nachdem sie am Morgen noch rund einen halben Cent niedriger notiert hatte. Kurzzeitig überstieg der Euro sogar die Marke von 1,10 Dollar. Die Europäische Zentralbank legte den Referenzkurs auf 1,0983 Dollar fest, während der Dollar dementsprechend 0,9104 Euro kostete.

Für den Aufschwung des Euro sorgte eine Schwäche des US-Dollars, der gegenüber allen wichtigen Währungen nachgab. In den USA wurde bekannt, dass das Wirtschaftswachstum im Sommerquartal niedriger ausfiel als erwartet. Zudem schwächte sich der Preisauftrieb ab, gemessen am von der US-Notenbank Fed besonders beachteten PCE-Indikator. Diese Daten erhöhen die Wahrscheinlichkeit von Zinssenkungen seitens der Fed.

Für die Eurozone wurden nur wenige Daten veröffentlicht. Allerdings verbesserte sich die Stimmung in französischen Unternehmen zum Jahresende leicht. Das Geschäftsklima, erhoben vom Statistikamt Insee, stieg leicht an, obwohl Analysten mit einer Stagnation gerechnet hatten. Der Euro reagierte jedoch kaum auf diese Daten.

Die türkische Notenbank hingegen verlangsamte ihr Zinserhöhungstempo. Der Leitzins stieg zwar um 2,5 Prozentpunkte auf 42,5 Prozent, jedoch hatten Volkswirte diesen Schritt im Durchschnitt erwartet. Die türkische Lira zeigte kaum eine Reaktion auf diese Entscheidung.

Die Europäische Zentralbank legte die Referenzkurse für den Euro zu anderen wichtigen Währungen fest. Ein Euro wurde demnach mit 0,86805 britischen Pfund, 156,79 japanischen Yen und 0,9432 Schweizer Franken gehandelt. Der Goldpreis für die Feinunze stieg in London am Nachmittag auf 2040 Dollar, was 8 Dollar mehr waren als am Vortag.