18. Februar, 2026

Märkte

Euro sinkt unter 1,18 USD: Fed-Protokoll löst Bewegung am Devisenmarkt aus

Am späten Mittwoch verzeichnete der Euro auf dem US-Devisenmarkt Abschläge gegenüber dem US-Dollar und fiel erstmals seit fast zwei Wochen unter die Marke von 1,18 US-Dollar. Zum Handelsschluss wurde die Gemeinschaftswährung zu einem Kurs von 1,1785 Dollar notiert, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs noch zuvor am selben Tag auf 1,1845 Dollar festgelegt hatte. Am Dienstag hatte der EZB-Referenzkurs bei 1,1826 Dollar gelegen, was einem Äquivalent von 0,8442 Euro je Dollar entspricht.

Der Kursrückgang des Euro wird maßgeblich durch die jüngsten Veröffentlichungen der Sitzungsprotokolle der US-Notenbank, der Federal Reserve, beeinflusst. Aus den Protokollen der Januar-Sitzung geht hervor, dass mehrere Mitglieder der Notenbank die gegenwärtigen Risiken einer anziehenden Inflation unterstrichen. Einige Vertreter betonten zudem, dass die Federal Reserve bereit sei, die Leitzinsen zu erhöhen, sollten die Inflationsraten die angestrebten Zielvorgaben übertreffen.

Diese geldpolitischen Signale haben spekulative Bewegungen an den Finanzmärkten ausgelöst und üben zusätzlichen Druck auf den Euro aus. Die Aussicht auf eine mögliche Erhöhung der Leitzinsen in den USA sorgt für Unsicherheit unter den Anlegern und steigert die Attraktivität des US-Dollars als sicherere Anlageoption im Vergleich zur Gemeinschaftswährung.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen blicken Marktteilnehmer gespannt auf die nächsten Wochen, in denen die weiteren geldpolitischen Weichenstellungen der Federal Reserve eine entscheidende Rolle spielen könnten. Die Unsicherheiten über die zukünftige Zinspolitik lassen die Währungspaare Euro-Dollar zu einem zentralen Fokus für Investoren und Analysten werden, während die finanzpolitischen Maßnahmen der Notenbanken weiterhin engmaschig beobachtet werden.