19. März, 2026

Märkte

Euro rutscht am Mittag leicht ab – Dollar weiterhin gestärkt

Euro rutscht am Mittag leicht ab – Dollar weiterhin gestärkt

Während sich der Euro am Freitagmittag ein wenig gedämpft zeigte, handelte die europäische Leitwährung bei einem Kurs von 1,0765 US-Dollar schwächer als am frühen Morgen. Damit orientierte sich der Euro knapp unter dem von der Europäischen Zentralbank am Donnerstag festgelegten Referenzkurs von 1,0758 Dollar.

In der ersten Tageshälfte ließen richtungweisende Nachrichten auf sich warten. Die veröffentlichten deutschen Inflationsdaten boten keine Überraschungen und deuteten weiterhin auf eine Abschwächung des Preisauftriebs hin. Auch die italienischen Industrieproduktionszahlen waren für die Händler lediglich eine Randnotiz.

Betrachtet man die Entwicklungen seit dem Jahreswechsel, zeigt sich der Euro in einem klaren Abwärtstrend. Eine der Ursachen dafür ist das signifikante Ansteigen der Renditen am US-Anleihemarkt, welches auf eine robuste Wirtschaftskonjunktur in den USA hindeutet. Vor diesem Hintergrund erscheinen Zinssenkungen in der größten Volkswirtschaft der Welt in naher Zukunft als eher unwahrscheinlich - ein Umstand, der dem Dollar zugutekommt.

Den Marktakteuren steht am späteren Nachmittag noch ein bedeutendes Ereignis bevor: Die Vereinigten Staaten veröffentlichen eine jährliche Revision ihrer monatlichen Inflationsdaten der letzten fünf Jahre. Bereits im vorherigen Jahr sorgte dieses Ereignis für Aufsehen, als nachträglich ein höherer Preisanstieg in der zweiten Jahreshälfte festgestellt wurde als ursprünglich gemeldet. Diese Überarbeitung schließt eine Aktualisierung der saisonalen Anpassung ein, welche auch für zukünftige Inflationszahlen maßgeblich sein wird.