09. Februar, 2026

Märkte

Euro legt zu: Chinas Anleihenstrategie drückt den US-Dollar

Zu Wochenbeginn verzeichnete der Euro bemerkenswerte Gewinne gegenüber dem US-Dollar und überstieg die bedeutende Marke von 1,19 US-Dollar. Mit einem Schlusskurs von 1,1927 US-Dollar erreichte die europäische Gemeinschaftswährung ihren höchsten Stand seit Ende Januar. Der Handel an den US-amerikanischen Finanzmärkten in New York endete bei einem tadellosen Wert von 1,1921 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs des Euro auf 1,1886 US-Dollar fest, verglichen mit 1,1794 US-Dollar am vergangenen Freitag. Dies führte zu einem Umrechnungskurs, der dem Dollar einen Wert von 0,8413 Euro zuwies.

Ein entscheidender Faktor, der zur Schwäche des US-Dollars beitrug, war ein aufsehenerregender Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg. Den Informationen zufolge wurden die Banken in China durch staatliche Anweisungen dazu aufgefordert, den Kauf von US-Staatsanleihen zu reduzieren. Speziell Finanzinstitute mit beträchtlichen Beteiligungen an diesen Anleihen erhielten die Aufforderung, ihre Positionen schrittweise abzubauen. Diese Maßnahme schränkt die Nachfrage nach US-Treasuries erheblich ein und lastet dadurch schwer auf dem Dollar.

Der Euro profitierte zusätzlich von positiven wirtschaftlichen Entwicklungen innerhalb der Eurozone. Der bekannte Sentix-Konjunkturindikator stieg für den Monat Februar unerwartet stark an und verzeichnete somit seinen dritten kontinuierlichen Anstieg. Analysten bei Sentix deuten dies als Zeichen für eine optimistische ökonomische Wende und prognostizieren eine anlaufende Phase des wirtschaftlichen Aufschwungs in den kommenden Monaten.

In Asien zeigte der japanische Yen ebenfalls eine leichte Erholung, begünstigt durch einen beeindruckenden Wahlerfolg der neuen Ministerpräsidentin Sanae Takaichi. Die Partei der Ministerpräsidentin konnte mehr als zwei Drittel der Sitze im Unterhaus für sich gewinnen. Diese politische Stärke ermöglicht es ihr, eine lockerere Geldpolitik zu etablieren, um Japans Exportsektor durch eine Abschwächung des Yen zu stärken. Dennoch warnte DWS-Fondsmanagerin Lilian Haag davor, dass Finanzministerin Satsuki Katayama durch die Bank of Japan bereits klare Signale gesendet hat. Ein Wechselkurs über 160 Yen je Dollar werde als inakzeptabel angesehen und könnte zu Interventionen führen.