17. März, 2026

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Euro-Kurs nach US-Inflationsdaten gesunken und türkische Lira auf Rekordtief

Euro-Kurs nach US-Inflationsdaten gesunken und türkische Lira auf Rekordtief

Der Euro-Kurs ist am Donnerstag nach der Veröffentlichung von US-Inflationsdaten gesunken. Am Nachmittag lag der Wert der Gemeinschaftswährung bei 1,0930 US-Dollar, nachdem er zuvor zeitweise fast 1,10 Dollar erreicht hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs für den Euro bei 1,0987 Dollar fest. Demnach kostete der US-Dollar 0,9101 Euro.

Die Veröffentlichung von Daten zur US-Inflation am Nachmittag gab dem Dollar Auftrieb und belastete im Gegenzug den Euro. Im Dezember stieg die Inflationsrate stärker als erwartet auf 3,4 Prozent. Diese Daten sind von großer Bedeutung für die Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve (Fed). Experten gehen davon aus, dass es in diesem Jahr zu Zinssenkungen kommen wird. "Die Zahlen zeigen, dass eine Zinssenkung bereits in den Frühjahrsmonaten, wie es derzeit an den Finanzmärkten erwartet wird, zu früh wäre", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank.

Der türkische Lira-Kurs geriet noch stärker unter Druck und erreichte im Tagesverlauf ein Rekordtief gegenüber Dollar und Euro. Am Donnerstag mussten Anleger für einen Dollar 30,01 Lira zahlen, für einen Euro waren es 33,10 Lira - jeweils so viel wie noch nie zuvor. Die türkische Währung leidet unter anderem unter einer hohen Inflation und hat in den letzten Monaten stark an Wert verloren.

Die EZB legte die Referenzkurse für einen Euro zu anderen wichtigen Währungen wie folgt fest: 0,86145 britische Pfund, 159,71 japanische Yen und 0,9338 Schweizer Franken. Der Goldpreis wurde am Nachmittag in London mit 2027 Dollar pro Feinunze gehandelt, was einem Anstieg von etwa 3 Dollar im Vergleich zum Vortag entspricht.