Zum Ende der Woche zeigt sich der Euro schwächer und hat einen Teil seiner Kursgewinne vom Vortag abgegeben. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1740 US-Dollar gehandelt, was einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorabend bedeutet. Marktanalysten interpretieren dies als eine übliche Gegenbewegung nach einem Anstieg. Zuvor hatte der Euro von einer Entspannung der geopolitischen Spannungen profitiert, nachdem US-Präsident Donald Trump seine zuvor angedrohten Zölle im Konflikt um Grönland überraschend zurückgenommen hatte. Diese Wende führte zu einer allgemein positiveren Stimmung an den Finanzmärkten und sorgte kurzfristig für Kursgewinne beim Euro.
Besondere Aufmerksamkeit richten sich nun auf die bevorstehende Veröffentlichung wichtiger Konjunkturdaten, die im weiteren Verlauf des Handelstages an Bedeutung gewinnen dürften. Im Fokus stehen insbesondere die Einkaufsmanager-Daten sowohl aus der Eurozone als auch aus den USA. Analysten zeigen sich optimistisch bezüglich der Situation in den europäischen Unternehmen, was dem Euro zusätzlichen Rückenwind verleihen könnte. Eine positive Entwicklung dieser Indikatoren könnte die Marktteilnehmer zudem in ihrer Zuversicht bestärken und den Finanzmärkten weiter Auftrieb geben.
In der Zwischenzeit geriet der japanische Yen unter erheblichen Verkaufsdruck. Grund hierfür sind schwächer als erwartet ausgefallene Inflationszahlen. Der Anstieg der Verbraucherpreise, bereinigt um frische Lebensmittel, betrug im Dezember lediglich 2,4 Prozent. Dies stellt einen signifikanten Rückgang im Vergleich zum November-Wert von 3,0 Prozent dar. Trotz dieser Entwicklungen hat die japanische Zentralbank entschieden, ihren Leitzins bei 0,75 Prozent zu belassen. Die Bank betonte, dass die Auswirkungen der zuvor beschlossenen Zinserhöhung sowie die Ergebnisse der vorgezogenen Parlamentswahlen abgewartet werden sollen, bevor weitere geldpolitische Maßnahmen ergriffen werden.