Der Euro hat sich am Dienstag inmitten eines unsicheren wirtschaftlichen Umfelds knapp unter der Marke von 1,05 US-Dollar stabilisiert, pendelte jedoch im leichten Minus bei 1,0492 US-Dollar. Der offizielle Referenzkurs der Europäischen Zentralbank wurde auf 1,0497 US-Dollar festgesetzt, während der US-Dollar mit 0,9526 Euro bewertet wurde.
Trotz enttäuschender Konjunkturdaten aus Deutschland zeigte sich die Gemeinschaftswährung weitgehend unbeeindruckt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex fiel im Dezember auf ein Niveau, das seit Mai 2020 nicht mehr erreicht wurde. Ulrich Kater von der Dekabank äußerte Besorgnis über die anhaltende Zurückhaltung der deutschen Unternehmen in Bezug auf Investitionen, die auf eine spätere Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage hoffen.
In den Vereinigten Staaten zeichnete sich derweil ein gemischtes Bild ab: Die Einzelhandelsumsätze legten aufgrund robuster Autoverkäufe zu, während die Industrieproduktion im gleichen Zeitraum leicht zurückging. Mit Spannung wird die Entscheidung der US-Notenbank über eine mögliche Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte erwartet.
Indes zeigte das britische Pfund Stärke gegenüber anderen wichtigen Währungen. Die anhaltend hohen Lohnerhöhungen in Großbritannien könnten jedoch die Inflationsrisiken erhöhen und den Spielraum der Bank of England für zukünftige Zinssenkungen einschränken. Am Donnerstag wird die britische Notenbank über ihren weiteren Kurs entscheiden.