09. Januar, 2026

Märkte

Euro erreicht Monatstief: US-Arbeitsmarktdaten erhöhen den Druck

Am Donnerstagabend verzeichnete der Euro im US-amerikanischen Devisenhandel einen signifikanten Rückgang und erreichte damit den niedrigsten Stand seit nahezu einem Monat. Zum Handelsschluss wurde die europäische Gemeinschaftswährung zu einem Kurs von 1,1648 US-Dollar notiert. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,1675 US-Dollar festgesetzt, nachdem der Kurs am Mittwoch noch bei 1,1684 US-Dollar lag. Diese Werte spiegeln einen Dollarpreis von 0,8565 Euro wider, gegenüber 0,8558 Euro am Vortag.

Diese Entwicklung wurde in erheblichem Maße von unerwartet positiven Wirtschaftsdaten aus den Vereinigten Staaten getrieben. Insbesondere die Anzahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fiel in der letzten Woche niedriger aus als von Ökonomen prognostiziert. Solche Arbeitsmarktdaten werden von den Finanzmärkten genau beobachtet, da sie als entscheidender Indikator für die zukünftige Geldpolitik der US-Notenbank gelten. Eine robuste Arbeitsmarktentwicklung könnte die Federal Reserve dazu veranlassen, ihre geldpolitischen Maßnahmen früher als erwartet zu straffen, was Auswirkungen auf die Zinsentwicklung und damit auch auf den Devisenmarkt hätte.

Analysten und Marktteilnehmer richten daher ein besonders wachsames Auge auf derartige Wirtschaftsdaten aus den USA, da sie sowohl die Wechselkursbewegungen als auch internationale Kapitalströme beeinflussen können. Eine potenzielle Anpassung der US-amerikanischen Zinslandschaft könnte wiederum zu einer verstärkten Nachfrage nach dem US-Dollar führen und den Euro weiter unter Druck setzen. Vor diesem Hintergrund wird es von zentraler Bedeutung sein, die kommenden wirtschaftlichen Veröffentlichungen aufmerksam zu verfolgen, um die zukünftige Richtung der internationalen Devisenmärkte abzuschätzen.