Am Donnerstag fiel der Euro auf seinen tiefsten Stand seit Dezember, beeinflusst durch stärkere als erwartete Wirtschaftsdaten aus den Vereinigten Staaten. Die europäische Gemeinschaftswährung verringerte ihren Wert im europäischen Handel auf 1,1593 US-Dollar, was die seit Ende letzten Jahres beobachtete Abwärtstendenz weiter verstärkte. Zum Vergleich lag der Euro im späteren US-Handel bei 1,1613 Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1624 Dollar fest, während der US-Dollar nun 0,8603 Euro kostet.
Besonders herausragend unter den positiven US-Wirtschaftsdaten waren die Arbeitsmarktzahlen: In der vergangenen Woche sanken die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe unerwartet. Zusätzlich wiesen regionale Indikatoren auf eine verbesserte wirtschaftliche Lage hin. Signifikante Beispiele hierfür sind die gestiegene Industriestimmung in New York sowie das besonders optimistische Geschäftsklima in der Region Philadelphia, die beide die Erwartungen der Analysten übertrafen.
Trotz dieser robusten Wirtschaftszahlen wurden die Erwartungen an eine mögliche Zinssenkung durch die US-Notenbank lediglich geringfügig abgeschwächt. Experten und Marktbeobachter rechnen weiterhin mit zwei Zinssenkungen um jeweils 0,25 Prozentpunkte bis zum Ende des Jahres, was durch die Analyse relevanter Terminkontrakte bestätigt wird. Dennoch könnte die anhaltende Stärke der US-Wirtschaft dazu führen, dass die Federal Reserve ihr Vorgehen bezüglich der Zinssätze anpasst, um eine Überhitzung der Konjunktur zu vermeiden.