Auch zu Beginn der neuen Handelswoche konnte der Euro seine zuvor errungenen Gewinne weiter konsolidieren und festigte seine Position über der bemerkenswerten Schwelle von 1,19 US-Dollar. Im frühen Dienstagshandel notierte die europäische Gemeinschaftswährung stabil bei 1,1908 Dollar, was dem Schlusskurs des vorherigen Abends entsprach. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs für den Montag bei 1,1886 Dollar festgelegt, im Vergleich zu 1,1794 Dollar am vergangenen Freitag.
Das derzeit vorherrschende risikofreudige Marktumfeld unterstützte den Euro erheblich. Vor allem die Veröffentlichung robuster Konjunkturdaten trug zur Festigung der Währung bei. Der vom Analyseinstitut Sentix berechnete Konjunkturindikator für die Eurozone übertraf im Februar die Erwartungen und zeigte einen deutlicheren Anstieg als prognostiziert. Laut den Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen verlieh dieser unerwartet positive Indikator dem Euro zusätzliche Stärke gegenüber dem US-Dollar, wodurch auch die technische Chartanalyse des Euros eine positive Tendenz aufwies.
Im weiteren Verlauf des Handelstages liegt der Fokus der Marktteilnehmer auf den bevorstehenden Veröffentlichungen der US-amerikanischen Einzelhandelsumsätze für den Monat Dezember. Nach einem soliden Wachstum im November wird nun ein gemäßigterer Anstieg erwartet. Die Experten der Helaba wiesen darauf hin, dass sich die Verbraucherstimmung zwar geringfügig verbessert habe, das allgemeine Stimmungsniveau jedoch weiterhin als verhalten zu betrachten sei. Die Entwicklung der Einzelhandelsumsätze könnte somit Einfluss auf die künftige Bewertung des Euro gegenüber dem Dollar haben.