Die Europäische Kommission verfolgt entschlossen das Ziel, den Einsatz von Netzwerktechnologien der chinesischen Hersteller Huawei und ZTE in den Mobilfunkinfrastrukturen der EU-Mitgliedsstaaten deutlich zu beschränken. In einem erneuten Vorstoß verkündete die Brüsseler Behörde ihre Pläne, eine rechtliche Grundlage zu schaffen, die es ermöglichen soll, den Einsatz von Technologien ausländischer Unternehmen, die als besonders risikobehaftet eingestuft werden, zu verbieten. Diese Überlegungen basieren auf wachsenden Bedenken hinsichtlich potenzieller Sabotageakte und Spionageaktivitäten.
Der aktuelle Vorschlag könnte bestehende Empfehlungen der Kommission, die EU-Mitgliedstaaten dazu anhalten, aus Sicherheitsgründen auf Produkte von Huawei und ZTE zu verzichten, in verbindliche Vorgaben umwandeln. Bereits in der Vergangenheit hatte die Kommission ihren Unmut über die unzureichende Kooperationsbereitschaft einiger Mitgliedsstaaten geäußert, da viele Staaten bisher nur zögerlich Maßnahmen ergriffen hatten, um die genannten chinesischen Unternehmen bei der Entwicklung der 5G-Infrastruktur zu meiden.
Gerade in Deutschland und anderen europäischen Ländern sind die Technologien von Huawei und ZTE bereits tief in die Mobilfunkinfrastrukturen integriert. Dies hat zu einer wachsenden Zahl von Sicherheitsbedenken geführt, insbesondere im Hinblick auf die potenzielle Einflussnahme durch die chinesische Regierung. Diese Bedenken haben die Kritik an deren Nutzung weiter angefacht.
Die Europäische Kommission plant daher, in enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedsstaaten eine umfassende Risikobewertung der beteiligten Unternehmen durchzuführen. Ziel ist es, die Möglichkeit zu schaffen, Anbieter, die als risikobehaftet eingestuft werden, auf eine Sperrliste zu setzen. Dadurch könnte der Einsatz ihrer Technologien in kritischen Infrastrukturen verhindert werden. Außerdem müssten bereits existierende Anlagen, die als unsicher eingestuft werden, durch als sicher geltende Alternativen ersetzt werden.
Dieser Prüfprozess wird sowohl die Sicherheitsinteressen der Europäischen Union als auch die technologische Souveränität in der digitalen Infrastruktur verbessern. Damit bekräftigt die Kommission ihr Engagement für den Schutz der europäischen Kommunikationsnetze und unterstreicht die Bedeutung einer nachhaltigen und sicheren digitalen Zukunft.