Im vergangenen Jahr importierte die Europäische Union (EU) Flüssigerdgas (LNG) aus Russland im Gesamtwert von etwa 7,4 Milliarden Euro. Dies entspricht einem leichten Rückgang von rund 3 Prozent im Vergleich zu den Vorjahreszahlen, als der Importwert noch bei 7,6 Milliarden Euro lag. Diese Zahlen basieren auf aktuellen Informationen der EU-Statistikbehörde Eurostat.
Trotz des beobachteten Rückgangs bleibt Russland weiterhin ein bedeutender Energielieferant für die EU, obwohl sein Anteil im Vergleich zu konkurrierenden Lieferländern allmählich abnimmt. Insgesamt beliefen sich die LNG-Importe der EU im Jahr 2025 auf einen Gesamtwert von etwa 46 Milliarden Euro. Dabei fungieren die Vereinigten Staaten als größter Lieferant mit einem bemerkenswerten Anteil von 24,2 Milliarden Euro an den Gesamtimporten.
Diese Importdynamik verdeutlicht die anhaltende strategische Neuausrichtung der EU in Fragen der Energieversorgung, bei der die Diversifizierung der Herkunftsländer eine zentrale Rolle einnimmt. Der signifikante Anstieg der US-amerikanischen LNG-Lieferungen spiegelt nicht nur eine verstärkte transatlantische Partnerschaft im Energiebereich wider, sondern auch das Bestreben der EU, ihre Abhängigkeit von traditionellen Energielieferanten wie Russland zu verringern.
In dieser Hinsicht stellt die zunehmende Kooperation mit den USA eine wichtige Komponente der europäischen Energiesicherheitsstrategie dar. Beide Seiten arbeiten eng zusammen, um wirtschaftliche und geopolitische Herausforderungen im Bereich der Energieversorgung zu bewältigen und langfristige Stabilität zu gewährleisten. Diese Entwicklungen sind nicht nur eine Antwort auf das sich ändernde globale Energiemarktumfeld, sondern auch ein Ausdruck des gemeinsamen politischen Willens, die energetische Unabhängigkeit Europas weiter zu stärken.