20. Januar, 2026

Märkte

EU und Indien: Ambitionierte Freihandelsabkommen im Mittelpunkt

Ein wegweisendes Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Indien scheint in greifbare Nähe zu rücken, wie die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, bei ihrer Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos verkündete. Trotz der noch zu bewältigenden Herausforderungen steht dieser Pakt kurz vor seinem Abschluss und könnte zur Formierung eines immens bedeutenden Marktes führen, der zwei Milliarden Menschen umfasst und nahezu ein Viertel der weltweiten Wirtschaftsleistung darstellt. Experten bezeichnen diesen potenziellen Handelsvertrag bereits ehrfürchtig als die 'Mutter aller Deals'.

Den Berichten der Deutschen Presse-Agentur zufolge könnte die offizielle Verkündung dieses Abkommens bereits auf dem bevorstehenden EU-Indien-Gipfel in Neu-Delhi erfolgen. Sowohl Ursula von der Leyen als auch der Präsident des Europäischen Rates, Antonio Costa, bereiten sich intensiv auf ihre Reise nach Indien vor, um die finalen Verhandlungen abzuschließen.

Ein erfolgreiches Zustandekommen des Abkommens würde Europa einen privilegierten Zugang zu einem der dynamischsten Wirtschaftszentren der Welt eröffnen, was erhebliche wirtschaftliche Vorteile mit sich bringen könnte. Ursula von der Leyen betonte, dass die Europäische Union bestrebt ist, auf der Grundlage von fairem Handel und Partnerschaft zu agieren, anstatt auf Abschottung und Zollpolitik zu setzen. Diese Handlungsweise stellt einen deutlichen Kontrast zur vorherigen Zollpolitik der USA unter der Administration von Präsident Donald Trump dar.

Nach der jüngst erzielten Einigung mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay intensiviert die EU nun ihre Bemühungen, ihre Handelsbeziehungen global weiter auszubauen. Parallel zu den Verhandlungen mit Indien verfolgt die Europäische Union ehrgeizige Pläne zur Schaffung neuer Handelsabkommen, darunter auch mit Australien. Zudem sind erhebliche Fortschritte in den Gesprächen mit einer Reihe asiatischer Länder, darunter die Philippinen, Thailand, Malaysia und die Vereinigten Arabischen Emirate, zu beobachten.