22. Januar, 2026

Politik

EU-Parlament drängt auf Anerkennung der Iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation

In einer jüngeren Sitzung in Straßburg hat das Europäische Parlament eine bedeutende Resolution verabschiedet, die an die EU-Mitgliedstaaten appelliert, die iranische Revolutionsgarde als Terrororganisation einzustufen. Auch wenn diese Resolution keine rechtlich bindende Wirkung hat, sendet sie ein starkes Signal hinsichtlich der Ausweitung und strikten Durchsetzung der bestehenden Sanktionsmaßnahmen der Europäischen Union gegenüber dem Iran. Sollten die Mitgliedsstaaten dieser Aufforderung nachkommen, würde dies das Einfrieren von Vermögenswerten der Revolutionsgarde sowie die Verhängung von Visumsverboten für ihre Mitglieder umfassen.

Parallel dazu äußerten die Abgeordneten scharfe Kritik an dem brutalen Vorgehen der iranischen Regierung gegen Demonstrierende im eigenen Land. Das Europäische Parlament verurteilte die exzessive Gewaltanwendung und forderte ein sofortiges Ende der Unterdrückungsmaßnahmen gegen friedliche Protestierende. In diesem Zusammenhang wurde auch die Einstellung der Hinrichtungen von politischen Gefangenen gefordert. Diese Entwicklungen werden von den Parlamentariern als besorgniserregende Transformation des iranischen Vorgehens von bloßer Abschreckung hin zu einer gezielten Eliminierung wahrgenommen.

Während der Debatte betonte die EU-Außenbeauftragte, Kaja Kallas, die Notwendigkeit zügiger und konkreter Entscheidungen in dieser Angelegenheit. Ein kommendes Treffen der EU-Außenminister könnte daher entscheidend für die weitere politische Linie der Union sein. Die Bundesregierung hat bereits ihre Unterstützung für die Einstufung der Revolutionsgarde als Terrororganisation signalisiert. Hingegen zeigen sich Länder wie Frankreich, Italien und Spanien zurückhaltender gegenüber einem solch drastischen Schritt. Eine Umsetzung dieser Maßnahme erfordert jedoch die Einstimmigkeit aller Mitgliedsstaaten, was die Komplexität der Angelegenheit hervorhebt und verdeutlicht, wie entscheidend diplomatische Überzeugungsarbeit in den nächsten Wochen sein wird.