Die jüngsten militärischen Interventionen der Vereinigten Staaten in Venezuela haben in Europa erhebliche diplomatische Reaktionen ausgelöst. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas äußerte sich besorgt und mahnte die strikte Einhaltung internationaler Rechtsnormen an. Auf der sozialen Netzwerke-Plattform X hob sie die grundlegende Bedeutung der Prinzipien des Völkerrechts sowie der Charta der Vereinten Nationen hervor und plädierte für größte Zurückhaltung im weiteren Vorgehen. Zusätzlich hielt sie engen Dialog mit dem US-Außenminister Marco Rubio, um die europäischen Bedenken klar zu kommunizieren.
Die Europäische Union beobachtet die Entwicklungen in Venezuela mit großer Sorge, wie es aus den jüngsten Äußerungen von Kallas hervorgeht. Die EU hat mehrfach hervorgehoben, dass dem venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro die notwendige Legitimität fehle und bemüht sich um einen friedlichen Wandel in dem südamerikanischen Land. In diesem Zusammenhang unterstrich die estnische Politikerin, dass die Sicherheit der EU-Bürger in der Region von höchster Priorität ist und alle diplomatischen Maßnahmen diesem Ziel dienen müssen.
Auch der Präsident des Europäischen Rates, António Costa, teilte seine Bedenken über die aktuellen Vorfälle. Er forderte ebenso zu einer Entschärfung der angespannten Situation auf und betonte die Notwendigkeit, die internationalen Prinzipien respektvoll zu wahren. Costa versicherte, dass die Europäische Union konsequent für eine friedliche, demokratische und inklusive Lösung in Venezuela eintreten werde, wobei die Einhaltung völkerrechtlicher Standards oberste Priorität hat.
In den frühen Morgenstunden des Samstags griff das US-Militär mehrere strategische Infrastruktureinrichtungen in Venezuela an. Nach Angaben des US-Präsidenten Donald Trump gelang es, den venezolanischen Staatschef Maduro festzunehmen und außer Landes zu bringen. Berichten zufolge konzentrierten sich die Militäraktionen insbesondere auf militärische Einrichtungen, Flughäfen, Kommunikationszentren sowie Hafenanlagen. Diese Maßnahmen werfen zahlreiche Fragen hinsichtlich der zukünftigen Stabilität und der internationalen Reaktionen auf die erhitzte Lage in der Region auf.