Im Gazastreifen ist es zu neuen Spannungen gekommen, nachdem mehr als 70 Palästinenser bei israelischen Angriffen getötet wurden, so meldet der von der Hamas kontrollierte Zivilschutz. Unter den Opfern befinden sich auch Frauen und Kinder. Diese Angaben konnten bislang nicht unabhängig verifiziert werden, während Dutzende Menschen weiterhin unter Trümmern vermisst werden. Augenzeugen berichten von intensiven israelischen Luftangriffen, vor allem in den nördlichen und südlichen Teilen des Küstengebiets.
Die israelische Regierung plant indes eine Bodenoffensive, um den Druck auf die Hamas zu verstärken. Die Armee kündigte umfassende Angriffe gegen Hamas-Mitglieder und deren Infrastruktur im Gazastreifen an. Diese militärischen Aktionen sind Teil einer fortwährenden Strategie, die sich gegen die militante Gruppe und den Palästinensischen Islamischen Dschihad richtet, die mit ihr verbündet ist.
In der Nacht zum Dienstag begannen massive Luftangriffe, die das Ende der Waffenruhe markierten, die seit dem 19. Januar bestand. Beide Seiten machen sich gegenseitig für die Eskalation verantwortlich. Israel kritisiert die Hamas dafür, Vorschläge zur Waffenruhenverlängerung und zur Freilassung von Geiseln abgelehnt zu haben. Die Hamas ihrerseits beschuldigt die israelische Regierung, die Waffenruhe unilaterale beendet zu haben.