Am 30. Januar 2026 hat das US-Justizministerium den Vorhang für einen weiteren Teil der grausamen Epstein-Saga gelüftet. Unter den freigegebenen Dokumenten befinden sich E-Mail-Entwürfe aus dem Jahr 2013, die Jeffrey Epstein offenbar verfasste, um den Microsoft-Gründer unter Druck zu setzen. Die Vorwürfe wiegen schwer: Epstein behauptet, er habe Gates geholfen, Medikamente gegen Geschlechtskrankheiten zu beschaffen, die nach Affären mit russischen Frauen aufgetreten seien.
Besonders perfide: In den Entwürfen wird behauptet, Gates habe Epstein inständig gebeten, Informationen über diese Vorfälle sowie Details über seinen Körper zu löschen, um sie vor seiner damaligen Frau Melinda geheim zu halten. Die Bill & Melinda Gates Foundation reagierte umgehend und bezeichnete die Behauptungen als „absolut absurd und vollkommen falsch“. Es handele sich um die Rache eines „verbitterten Lügners“, dessen geschäftliche Avancen Gates zuvor zurückgewiesen hatte.
Das "Wildeste Party"-Rätsel um Elon Musk
Nicht nur Gates steht im Fokus der neuen Enthüllungen. Auch Elon Musk wird in den Akten erneut schwer belastet. Die Dokumente enthalten E-Mail-Wechsel, in denen Musk Epstein explizit fragt: „An welchem Tag oder Nacht findet die wildeste Party auf deiner Insel statt?“
Obwohl Musk in der Vergangenheit stets betonte, Epstein kaum gekannt zu haben, legen diese Nachrichten eine Vertrautheit nahe, die Fragen aufwirft. Musk hat sich zu den jüngsten Veröffentlichungen bisher nicht im Detail geäußert, wies ähnliche Vorwürfe in der Vergangenheit jedoch als Versuche ab, seinen Ruf im Rahmen politischer Auseinandersetzungen zu schädigen.

Promi-Harem und Palast-Einladungen
Die Liste der prominenten Namen liest sich wie ein "Who's Who" der globalen Elite. Prinz Andrew, der bereits alle militärischen Titel und Schirmherrschaften verloren hat, taucht erneut auf: Er soll Epstein im Jahr 2010 sogar in den Buckingham-Palast eingeladen haben – zu einem Zeitpunkt, als Epstein bereits ein verurteilter Sexualstraftäter war.
Auch Virgin-Gründer Richard Branson wird erwähnt. Ein Mail-Entwurf zeigt ihn angeblich dabei, wie er Epstein auffordert, seinen „Harem“ zum nächsten Treffen mitzubringen. Wie bei allen Dokumenten aus Epsteins Feder gilt: Es handelt sich um unbestätigte Behauptungen eines Kriminellen, der bekannt dafür war, Informationen über Mächtige zu sammeln, um sie für seine Zwecke zu manipulieren oder zu erpressen.
Die Strategie des Justizministeriums
Todd Blanche, stellvertretender Justizminister, betonte, dass die Veröffentlichung der Transparenz diene, wies aber darauf hin, dass anonyme Anschuldigungen – etwa gegen Donald Trump – vom FBI teilweise bereits als nicht glaubwürdig eingestuft wurden. Dennoch zeigt die schiere Masse der Akten, dass das Netzwerk des 2019 verstorbenen Pädophilen weitaus tiefer in die Schaltzentralen der Macht reichte, als bisher öffentlich eingestanden wurde.
Für Bill Gates kommen diese Enthüllungen zur Unzeit. Während er versucht, sein Erbe durch philanthropische Arbeit zu zementieren, werfen die Schatten der Vergangenheit lange Schatten. Dass im Dezember 2025 sogar ein Foto von Gates in Epsteins Anwesen auftauchte, macht die Verteidigung gegen die „absurden“ Vorwürfe nicht leichter. Die Grenze zwischen philanthropischem Kontakt und kompromittierender Nähe ist in diesem Fall das zentrale Schlachtfeld.


